29. Dezember

S/EST 2002
Regie: Lukas Moodysson
109 Min., 35mm, DF
Mit Oksana Akinschina, Artyom Bogucharsky u.a.

Wenige Geschichten sind so brutal wie die originalen Märchen. So auch dieses. Lilja ist ein 16-Jähriges Mädchen „irgendwo in der ehemaligen Sowjetunion“. Das Leben in bitterster Armut ist geprägt vom Verzicht und dem stetigen Traum von der Flucht in ein besseres Leben. Auftritt des Prinzen. Der neue Freund der Mutter aus den USA. Dieser verspricht, die beiden mit sich in die Wunderwelt des Kapitalismus zu nehmen. Schnell wird die gemeinsame Ausreise geplant. Doch es kommt alles anders als erwartet. Die Mutter geht, doch Lilja darf nicht mit und bleibt sich selbst in einer durch Drogenkonsum und Prostitution geprägten Welt der Hochhäuser überlassen. Mit nur einem Freund, dem 12-jährigen Klebstoff-Schnüffler von nebenan, sitzt sie fest im Elend ihres Lebens.
Nun muss sie alleine schauen wie sie diesem entfliehen kann.

Lukas Moodysson schafft es in diesem Film eine traurige Geschichte realistisch zu erzählen, mit einer Atmosphäre von Ehrlichkeit, wie sie uns selten in Spielfilmen begegnet. Denn in diesem Märchen kommt keine weiße Fee, um die Prinzessin zu retten.

Ich möchte Lilja noch einmal sehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es aushalten würde.“ The New Yorker

Trailer