24. November

OT: 乱 / ran
Japan 1985
Regie: Akira Kurosawa
154 Min., 35mm, DF
Mit Tatsuya Nakadai, Akira Terao, Jinpachi Nezu, Daisuke Ryu, Mieko Harada u.a.
Drehbuch: nach Shakespeares „King Lear“

Die Menschen ziehen das Leid der Freude vor, sie leiden lieber, als in Frieden zu leben.“

Der japanische Großfürst Hidetora sehnt sich nach Ruhe. Sein Leben lang hat er Kriege geführt, seinen Reichtum und Besitz stets vergrößert. Nun ist es an der Zeit, die Macht an seine drei Söhne zu übergeben. Die beiden Erstgeborenen bekommen diverse Privilegien und eine Burg zugesprochen. Der dritte Sohn wird nach einem heftigen Streit verbannt, da er vorausgesagt hat, dass die Brüder niemals gemeinsam das Land verwalten werden, sondern sich aus Machtgier zerfleischen würden. Und genauso wird es kommen.

„Ran“ – der japanische Titel läßt sich mit Chaos, auch Aufruhr und Tumult übersetzen – sollte Kurosawas letzter Film sein. Das große „masterpiece“, die Krönung seines Schaffens. Kein japanischer Film war jemals so teuer und so aufwendig inszeniert. Voller Bildgewalt und poetischer Schönheit.
Auch ein Film, dessen apokalyptische Visionen und Katastrophenszenarien seinesgleichen sucht. Der Blick eines Regisseurs auf den Zustand der Welt. Wir schreiben das Jahr 1984.

Man hat Ran mit den größten Untergangsvisionen verglichen, mit Shakespeare und der Bibel, mit Michelangelos ,Jüngstem Gericht‘, Brueghels ,Triumph des Todes‘, Rubens ,Höllensturz der Verdammten‘. Man hat von einem Wunder- und Jahrhundertfilm geschrieben. Auch wenn viel Kritikerpathos in solchen Superlativen ist – unberechtigt sind sie nicht. Ran ist ein Film wie kein anderer.“ Die Zeit

Trailer