09. Juni

BRD 1978
Regie: Rainer Werner Fassbinder
119 Min., 35mm
Mit Volker Spengler, Ingrid Caven, Gottfried John, Elisabeth Trissenaar, Eva Mattes u.a.

Frankfurt am Main, Sommer 1978. Der Film erzählt die letzten fünf Tage im Leben der Transsexuellen Elvira Weishaupt, die einmal Erwin hieß und sich als Frau fühlte. Die große Liebe zu einem Mann veranlasste Erwin dazu, seine ihn belastende Männlichkeit abzustreifen. Diese Liebe endete unglücklich und Elviras Leben gestaltet sich eher desolat und zerrissen. In diesen 5 Tagen rekapituliert sie ihr Leben und sucht ehemals vertraute und nähere Menschen in ihrer Umgebung und einzelne wichtige Stationen ihrs Lebens auf. Als ihre Verzweiflung nicht erkannt wird und sie nur auf Spott und Ablehnung stößt, bleibt ihr nur eine Entscheidung…

„In einem Jahr mit 13 Monden“ gilt als einer der verzweifeltsten und radikalsten Filme Fassbinders und lebt vom unmittelbaren, unter die Haut gehenden Spiel Volker Spenglers. Der Film ist sowohl eine Abrechnung Fassbinders mit Frankfurt, das in den 1970er Jahren immer sichtbarer zum Prototyp einer kalten, von Geldgeschäften beherrschten Großstadt mutierte, und gilt auch als eine Verarbeitung des Selbstmordes seines langjährigen Freundes Armin Meier.

Wüste Polemik steht neben poetischer Sensibilität, Kolportage neben literarischen Querverweisen auf Döblin und Schopenhauer; Schockbilder kontrastieren mit sentimentalen Idyllen. Einer der intimsten Fassbinder-Filme, der durch seine radikale Subjektivität aufrüttelt.“ Film-Dienst

Trailer