28. April

USA 1989
Regie: Spike Lee
120 Min., 35mm, OmU
Mit Spike Lee, Danny Aiello, Ossie Davis, Ruby Dee, John Turturro u.a.
Musik: David Hinds, Bill Lee, Public Enemy

Es ist der heißeste Tag des Jahres im überwiegend afroamerikanischen Viertel von Stuyvesant in Brooklyn. Den Mittelpunkt des regen Treibens bildet die beliebte Pizzeria des Italoamerikaners Sal, wo unterschiedliche Geschichten und auch immer wieder gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen. Auch gern zwischen seinem Sohn Pino und dem Afroamerikaner Mookie (gespielt von Spike Lee), den er als Pizzalieferant beschäftigt. Obwohl auch der lokale Radio-DJ Mister Señor Love Daddy dazu aufgerufen hat, in der drohenden Hitze gelassen zu bleiben, braut sich etwas zusammen. Denn, als der junge schwarze Aktivist Buggin‘ Out lauthals anprangert, dass an den Wänden der Pizzeria, im Rahmen seiner „Wall of Fame“, keine Afroamerikaner_innen zu sehen sind, und mit einem Boykott-Aufruf droht, bekommt er von Sal ein Hausverbot verpasst. Die Auseinandersetzung schaukelt sich hoch und eskaliert letztendlich…

Do the right Thing besitzt die treibende Dynamik eines „Public Enemy“-Tracks, ist aufregend und abwechslungsreich wie ein brütend heißer Sommertag und vielleicht der intelligenteste, ehrlichste und stylischste Film zum Thema Rassismus, der bisher gedreht wurde.“ Nicolai Bühnemann

Wenn ich den Film heute wieder sehe, erinnert er mich daran, was für eine stilistische Errungenschaft er darstellt. Spike Lee war 32, als er ihn drehte, sicher, selbstsicher, seine Freiheit voll ausschöpfend. Er nimmt diese Geschichte, die wie düstere sozialen Realismus klingt, und erzählt sie mit Musik, Humor, Farbe und üppigen Erfindungen. Ein großer Teil davon ist einfach nur Spaß. […] Keiner dieser Menschen ist perfekt. Aber Lee macht es uns möglich, ihre Gefühle zu verstehen; […] Das Wunder von Do the Right Thing ist, dass er so fair ist.“ Roger Ebert

Trailer