14. April

F, BRD 1981
Regie: Andrzej Żuławski
123 Min., DCP, OmU
Mit Isabelle Adjani, Sam Neill, Heinz Bennent, Johanna Hofer u.a.

Ein düsteres Berlin, Anfang der Achtzigerjahre: Mark (Sam Neill), ein Mann mit geheimnisvoller Tätigkeit, kehrt nach langer beruflicher Abwesenheit zu seiner Frau Anna (Isabelle Adjani) und seinem kleinen Sohn Bobby in den Westteil der von Mauer und Stacheldraht geteilten Stadt zurück. Aber die Liebe des Paares ist erloschen. Mark entdeckt, dass Anna einen Liebhaber hat.

Andrzej Żuławskis filmische Tour-de-force lässt sich kaum in Worte fassen: Isabelle Adjani (DER MIETER, DAS AUGE), die ekstatisch und wie besessen bis zur völligen körperlichen Erschöpfung spielt; ein junger Sam Neill (DAS PIANO, JURASSIC PARK), der mit einer der besten Leistungen seiner Karriere überzeugt; Bruno Nuytten, dessen entfesselte, rastlose Kamera die fiebrige Geschichte hautnah einfängt; Special Creature Effects von Oscargewinner Carlo Rambaldi (ALIEN, E.T., DUNE); das geteilte Berlin als perfektes Setting für Annas und Marks emotionalen Ausnahmezustand – all das ergibt einen Film, der sämtliche Kategorien sprengt: Filmkunst, Ehedrama, Paranoiathriller, Horrorfilm, Monstermovie – von allem etwas, und doch viel mehr. Man kann ihn nicht beschreiben. Man muss ihn erleben!“ Bildstörung

POSSESSION ist ein „Monster“-Film in allen Bedeutungen des Wortes, zählt aber keineswegs zum Genre des Horrorfilms, auch wenn es teilweise so scheinen mag: In der Tat nehmen seine atemberaubenden Bilder und seine Atmosphäre Anleihen beim europäischen Gore-Film; und sein beängstigendes Klima voller hyperrealistischer, faszinierender Visionen erinnert an Filme von Polanski, Argento und einigen anderen.“ Olivier Père

Auf den Filmfestspielen in Cannes war „Possession“ 1981 für die Goldene Palme nominiert, und Isabelle Adjani erhielt eine Palme für ihre Darstellung der Anna.

Trailer