17. März

OT: La città delle donne
I, F 1980
Regie: Federico Fellini
139 Min., 35mm, DF
Mit Marcello Mastroianni, Anna Prucnal, Bernice Stegers, Donatella Damiani u.a.

Marcello Snàporaz (Marcello Mastroianni) ist ein notorischer Casanova. Auf einer Zugfahrt visiert er eine für ihn verführerische Frau im Nachbarabteil an und stellt ihr penetrant nach. Er verfolgt sie auch weiter, nachdem sie nach einem Nothalt in der Pampa aus dem Zug gestiegen ist, und landet letztendlich in dem abgelegenen Hotel Miramare. Dort findet gerade ein Kongress militanter Feministinnen statt, wo in Reden, Gruppenübungen, Diavorführungen, Film- und Theateraufführungen die Frauen ihre Unterdrückung thematisieren und dagegen angehen. Auch die Verfolgte ist dort anwesend und bringt die Frauen gegen Snàporaz auf, einen offensichtlichen Vertreter der Unterdrücker. In den darauffolgenden Aktionen der Feministinnen wird er mit seinen sexuellen Phantasien, Vorurteilen und Ängsten konfrontiert…

Federico Fellinis surrealer Bilderbogen ist ein Abgesang auf den Mann, der die Frauen liebt, und der auf seiner Suche nach dem idealen Geschöpf nur seiner eigenen Lächerlichkeit begegnet. Macho Marcello Mastroianni (in einer Paraderolle) taucht hier in die Welt der Feministinnen und erlebt in einer Traumreise sein ‚Blaues Wunder‘. In aufwändigen und phantastischen Bildern zeigt Altmeister Fellini die Situation eines traditionellen Frauenhelden angesichts der fortschreitenden Emanzipation der Frau.“ prisma.de

Skandal machte ‚Fellinis Stadt der Frauen‘, weil feministische Gruppen, die der Regisseur engagiert hatte, nur ein denunziatorisches Zerrbild ihrer Ideen wieder erkannten. Aus heutiger Sicht ist Fellinis mit überbordender Phantasie in Szene gesetzter, surrealer Bilderbogen eine Persiflage auf typische Männerphantasien und Männerängste. Neugierig, lüstern und feige stolpert Marcello Mastroianni, Alter Ego des Regisseurs, auf der Suche nach der idealen Frau durch das Labyrinth seiner eigenen Träume, Verblendungen und Vorurteile.“ Das Erste

Trailer