10. Februar

OT: Opera
USA 1988
Regie: Dario Argento
107 Min., DCP, It. m. dt. UT
Mit Cristina Marsillach, Ian Charleson, Urbano Barberini, Daria Nicolodi u.a.

Die moderne Produktion von Verdis Macbeth an der Oper in Parma steht unter keinem guten Stern. Die arrogante Diva Mara Cecova fällt durch einen Unfall aus und das junge Talent Betty hat die einmalige Chance die Rolle der Lady Macbeth zu übernehmen. Doch sie ist zunächst skeptisch, denn das Stück Macbeth hat unter Schauspielern den Ruf, Unglück zu bringen.

Sie entscheidet sich dennoch für die Rolle und zunächst scheint auch alles gut zu gehen. Doch schon während der Premiere geschieht ein mysteriöser Unfall und wenig später wird Betty von einem sadistischen Killer verfolgt. Seine perfide Methode, er zwingt die Opernsängerin dazu die Morde an ihren Freunden und Freundinnen zu beobachten.

Die Story des Films ist hanebüchen, die Dialoge fast schon selbstironisch platt und mit der Qualität der schauspielerischen Leistungen wollen wir hier gar nicht anfangen… Das alles spielt für Giallo-Regisseur Dario Argento nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr geht es ihm darum die Möglichkeiten des Kinos, insbesondere die der Kamera, möglichst auszureizen.

„Wenn es je Sinn machte, von einer entfesselten Kamera zu sprechen, und wenn diese Entfesselung im Film selbst je Sinn machte, dann im Kino Dario Argentos. Die Kamera wird in Opera zum eigentlichen Subjekt des Films, aber zum Subjekt eigener Art: sie wechselt im Raum spielerisch genauso wie bedrohlich ihre Position, ist proteisch bis zur Desorientierung des Zuschauers innerhalb der filmischen Bezugssysteme. Wessen Blick blicken wir mit der Kamera?“ Ekkehard Knörer, Jump Cut (http://www.jump-cut.de/filmkritik-opera.html)

30 Jahren nach dem internationalen Kinostart wird Dario Argentos „Terror in der Oper“ nun auch hierzulande gezeigt. Ungeschnitten und mit einer neuen digitalen Kopie bringt das Drop-Out Cinema den Film endlich auf die Leinwand – wo er auch hingehört.

Trailer