17. Februar

H, BRD, A 1981
Regie: István Szabó
144 Min., 35mm, DF
Mit Klaus Maria Brandauer, Krystyna Janda, Ildikó Bánsági, Rolf Hoppe, György Cserhalmi u.a.

„Mephisto“ erzählt die faszinierende und Oscar-prämierte Geschichte des narzisstischen Schauspielers Hendrik Höfgen, der sich, um in seinem Beruf Karriere machen zu können, in das Nazi-Regime einfügt.

„Hans Gerhold vom film-dienst fand Brandauer „ungemein brillant“ in einer „schauspielerischen tour de force, die allein den Besuch lohnt“. Er biete ein „intelligentes Psychogramm eines vom Erfolg Besessenen und von den Mächtigen Begünstigten“. „Formal konsequent“ drücke Szabó Höfgens Zwiespältigkeit durch ein Halbdunkel aus. Durch den Verzicht auf eine Entschlüsselung der Figuren als Realpersonen meide der Film den Klatsch und gewinne Allgemeingültigkeit für andere totalitäre Regime. „Dies und die allgemein unaufdringliche Kameraführung, die im Wechsel von Nah- und Großaufnahmen und weiten Totalen, die gelegentlich die Personen umfahren, auch den Wechsel von psychologischem Kammerspiel und ohnmächtiger Beobachtung von Machtabläufen, in die die Kunst buchstäblich verwickelt ist, transparent macht, läßt Mephisto zu einem sehenswerten filmischen Diskurs über Politik und Kultur werden.““ Wikipedia

Klaus Mann schrieb die Vorlage zu diesem Film 1936 aus dem Exil […]. Er wollte darin nach eigener Aussage den Typ des opportunistischen, seine Kunst an die Politik verkaufenden Schauspielers darstellen. Die Paralellen zu einem der bekanntesten Schauspieler des dritten Reiches, nämlich zu Gustav Gründgens, waren […] zu offensichtlich, so daß die Veröffentlichung des Romans zu einer der langwierigsten juristischen Affären des bundesdeutschen Verlagswesens wurde. Erst 1980 war das Buch schließlich im Handel erhältlich, nachdem es ein Jahr zuvor bereits als Dramatisierung auf der Bühne zu sehen gewesen war.“ Johann Georg Mannsperger

Trailer