09. September

CDN 1991
Regie: Bruce McDonald
102 Min., 35mm, OmU
Mit Don McKellar, Valerie Buhagiar, Earl Pastko, Peter Breck u.a.

Pokey lebt in einem kleinen kanadischen Ort. Dort betreibt er den von seinem Vater übernommenen Friseursalon. Ebenfalls von seinem Vater übernommen hat er einen 1963er Ford Galaxie der nur in der Garage steht. Pokeys Leidenschaft ist der Blues und er träumt davon, eines Tages in New Orleans mit seiner Trompete als Bluesmusiker zu agieren. Deshalb hat Pokey stets einen gepackten Koffer im Haus und er lässt gelegentlich in der Garage den Motor des Ford Galaxie laufen. Eigentlich ist er seit Jahren bereit zu gehen, aber er geht nicht.

Als Pokey eines Tages eine Leiche in seinem Hinterhof findet, kommt Bewegung in sein Leben. Pokey rückt plötzlich in den Mittelpunkt der lokalen Aufmerksamkeit und es erscheint in seinem Frisiersalon (eigentlich ein reiner Herrensalon) eine Frau; Bangs.

Bangs erklärt, dass der Tote ihr Bruder sei und sie beabsichtigt diesen zur Beerdigung nach New Orleans zu bringen. Nach einigen Wirrungen ergibt es sich, dass Pokey die beiden in seinem Ford fährt. Es beginnt ein skurriles Roadmovie in dem die beiden allen möglichen Dingen begegnen: Einem alleinerziehenden Vater mit drei Mädchen, gelangweilten Musikmillionären und einem Vorstadteinwohner, der sich für den Teufel hält. – Wikipedia

Mit einer feinen Antenne für allerlei skurrile Überraschungen ausgestattetes Roadmovie, das zu Recht als Juwel unter den kanadischen Produktionen gilt. Hier gelingt eine seltene Verquickung von absurdem Witz und romantischer Verträumtheit. Dabei widerstehen Regisseur und Drehbuchautor, der hier auch vor der Kamera steht, ihre liebevollen gestalteten Antihelden trotz ihrer Fehler als lächerlich darzustellen. Und der Soundtrack rockt! Kein Wunder, wenn Jello Biafra einen Cameo hat.

Trailer