24. Juni

OT: Giulietta degli spiriti
I, F 1965
Regie: Federico Fellini
145 Min., 35mm, DF
Mit Giulietta Masina, Sandra Milo, Mario Pisu, Valentina Cortese, Valeska Gert u.a.
Musik: Nino Rota

Anlässlich des 15. Hochzeitstages von Julia und Giorgio wird in deren Villa ein Fest organisiert, auf dem auch ein spiritistischer Kreis stattfindet. Verschiedene Geister werden heraufbeschworen und die Beleidigungen von einem der Geister, zusammen mit der Ahnung, dass Giorgio sie betrügt, stürzen Julia in eine Identitätskrise. Als sie dann noch Gewissheit über den Betrug ihres Mannes bekommt, ist dies der Beginn einer bedeutsamen Wandlung in ihrem Leben. Nahezu nihilistisch stellt Giulietta ihr bisheriges Leben als stets treue Ehefrau in Frage und wird dabei mit verschiedensten Visionen und Tagträumen konfrontiert…

»Julia und die Geister« ist ein poetischer Film von Federico Fellini auf zwei parallelen Ebenen, die sich kaum trennen lassen: Ein Teil des Geschehens spielt sich in der sichtbaren Realität ab, der andere betrifft Giulettas Ängste und Hoffnungen, Erinnerungen und Tagträume. Mit großer Fabulierlaune und einer Fülle skurriler Einfälle setzt Federico Fellini die fantastischen Roben und Dekorationen in Szene, und Gianni Di Venanzo fängt die sorgfältig komponierten Bilder mit einer kunstvoll geführten Kamera ein.“ Dieter Wunderlich

Mit „Julia“ kommen die Farben ins Spiel, mit „Julia“ kommt die bunte, opulente, hemmungslos fabulierende Fantasieproduktion, die zum Markenzeichen des mittleren und späten Fellini wird, zum Ausbruch. Und wehe, wenn sie losgelassen!“ (…)
In „Julia und die Geister“ funktionieren die Schnitte wie Falltüren: Man weiß nie, welche Attraktion im nächsten Bild auf einen zukommt. Alles scheint möglich, die Fantasie kennt weder Grenze noch Gesetz.
“ Ekkehard Knörer

1967 wurde der Film in den Kategorien „Best Art Direction-Set Decoration“ und „Best Costume Design“ für den Oscar nominiert. 1966 erhielt er den Golden Globe als „Bester fremdsprachiger Film“.

Trailer