06. Mai

Argentinien, F, E 2007
Regie: Lucía Puenzo
87 Min., 35mm, OmU
Mit Inés Efron, Ricardo Darín, Valeria Bertuccelli, Martin Piroyansky, German Palacios u.a.

Alex ist fünfzehn – und hat ein Geheimnis. Aufgrund einer seltenen Laune der Natur ist sie beides: Junge und Mädchen. Die Eltern sind mit ihr aus Buenos Aires an eine einsame Küste gezogen, weg vom Geschwätz der Leute. Eines Tages kommt ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch. Könnte, sollte man vielleicht? Dabei möchte Alex doch nur in Ruhe gelassen werden und den Dingen ihren Lauf lassen. Da kommt ihr Alvaro, der sechzehnjährige Sohn der Gäste, gerade recht. Vielleicht ist der Teenager der Kandidat für das erste Mal. Er ist überrumpelt und zugleich fasziniert von Alex‘ offener Art.

Wortkarg und stimmungsstark erzählt die argentinische Regisseurin Lucía Puenzo in ihrem aufsehenerregenden Debüt vom sexuellen Erwachen zweier Heranwachsender und gewann damit auf Anhieb den Großen Preis der Kritikerwoche von Cannes und viele weitere Auszeichungen weltweit. Die Zweigeschlechtlichkeit der intersexuellen Heldin wird darin weder voyeuristisch aus- noch scheu hinten angestellt: Sie ist Eigenheit eines beneidenswert starken Charakters…

Neben dem lateinamerikanischen Superstar Ricardo Darín brilliert die androgyne Inés Efron. Sie stellt Alex auf selten eindringliche, ganz und gar natürliche Weise dar: „Anderssein“ als Selbstverständlichkeit, in der sich jede_r wiedererkennt.

„XXY“ – ein packendes Plädoyer für Toleranz und Selbstbestimmung!

Trailer