13. Mai

OT: Cat People
USA 1942
Regie: Jacques Tourneur
73 Min., 35mm, OF, s/w
Mit Simone Simon, Kent Smith, Tom Conway u.a.

Kiss me and I’ll claw you to death!

Die junge Irena Dubrovna ist aus Serbien nach New York gezogen. In ihrer Heimat gibt es eine Legende von Katzenmenschen, die bei Wut, Eifersucht und Leidenschaft zu Katzen werden und ihren Mann töten. Im Zoo lernt sie Oliver Reed kennen. Dieser schenkt ihr eine Katze, doch diese hat Angst vor Irena. Als sie das Tier in der Zoohandlung umtauschen wollen, drehen alle Tiere durch. Irena glaubt, selbst ein Katzenmensch zu sein. Die beiden heiraten, aber aus Angst, sich in eine wilde Bestie zu verwandeln, wird die körperliche Nähe vermieden, sie hat sogar Angst, ihren Mann zu küssen. Dieser schickt seine Frau zum Psychiater Dr. Louis Judd, der glaubt, ihr helfen zu können, doch Irena bricht die Therapie ab. Von seiner Ehe enttäuscht, verliebt er sich in seine Arbeitskollegin Alice Moore. Als Irena dies erfährt, bewahrheiten sich ihre schlimmsten Befürchtungen.

„Katzenmenschen“ stellt einen der Höhepunkte der in den vierziger Jahren für „BKO Radio“ produzierten sogenannten „intelligenten Horrorfilmen“ dar. Geschickt arbeitet Tourneur mit der Vorverlegung bzw. dem Hinauszögern bestimmter Ereignisse, die so den Zuschauer tatsächlich erschrecken lassen. Dabei wird gemäß Fritz Langs Anspruch verfahren, daß nichts so schrecklich ist, wie das, was man nicht sieht. Auf billige Gruseleffekte wird hier ganz verzichtet.

Ein Traumfilm aus Verknappung und Dehnung, Gesehenem und Nicht-Sichtbarem. Kino der Subtilität. Das Sanfte schrecklich, das Schreckliche sanft. Und in all dem ein Film über das Scheitern und Versagen – über die Unmöglichkeit des Zärtlichen.“ H.T.