26. Februar

BRD 1986-90
Regie: Heinz Emigholz
89 Min., 35mm
Mit Klaus Behnken, Eckhard Rhode, Wolfgang Müller u.a.
Musik: Nikolaus Utermöhlen

Fünf Menschen blättern in den Notizbüchern des verstorbenen Lektors Roy, der ihr Freund war, und rekonstruieren dabei ihre gemeinsame Vergangenheit: der Schriftsteller Carl, seine Mitbewohnerin, die Photographin Liza, der Architekt Jon, für den Liza photographiert, der Zeichner Fred, mit dem Carl Situationen seines Romans durchspielt, und die Übersetzerin Bela, die Freudsche Versprecher sammelt.

In Hamburg, auf dem Kölner Dom und vor Gaudís Kathedralenbau La Sagrada Familia, auf der Erde und im Himmel, spielt Heinz Emigholz‘ komplexer, toller, witziger, packender Maler-Dichter-Philosophie-Sex-Film Der Zynische Körper. Er handelt vom Zusammenhang zwischen Bauten und Körpern und Landschaften, zwischen philosophischen Texten und Daliah-Lavi-Schlagern wie „Wär´ ich ein Buch zum Lesen“. Er erzählt vom Dichten und vom Sammeln, von der Liebe zwischen Bisexuellen, Heteros und Schwulen, und vom Tod. Komisch wirkt das, und dann immer tragischer.“ Kölner Stadtanzeiger, Hans Schifferle

Wer Emigholz nur als Architekturfilmer kennt, hat hier die Chance, das reifste Werk aus seiner Spielfilmphase kennen zu lernen. Das Sterben eines Freundes wird für eine Gruppe von Künstlern zu einer tiefen Erfahrung. Während sie den Kranken auf selbstverständliche Weise zum Ende hin begleiten, setzen sie sich miteinander, ihrer Kunst, dem Leben und dem Tod auseinander.“ Bettina Klix