29. Januar

Das GRINDHOUSE [18,72] zu Gast im OFFKINO

Filmbeitrag vom Offkino: „Deadlock“, Regie: Roland Klick (Beginn: 20:30 Uhr)
Filmbeitrag vom Grindhouse [18,72]: „Vor Morgengrauen“, Regie: Jeff Lieberman (Beginn: 22:30 Uhr)

Hier die Filmbeschreibungen
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Deadlock
BRD 1970
Regie: Roland Klick
88 Min., 35mm
Mit Marquard Bohm, Mario Adorf, Anthony Dawson, Mascha Elm Rabben u.a.
Kamera: Robert van Ackeren
Musik: CAN

Eine psychedelische Treibjagd im Niemandsland von Nevada. Drei Männer machen sich in einer Geisterstadt die Beute streitig und liefern sich einen erbitterten Kampf um Leben und Tod. Heftiger Neo-Western mit fiebrigen Bildern und tollem Sound der Prog-Rock-Legende „Can“.

DEADLOCK ist, obwohl das ein ebenso rasanter wie schmutziger, harter wie sentimentaler Actionthriller ist, vor allem ein abstrakter Film. Weil er genau das zeigt, wie Kino, wie das Erzählen im Kino funktioniert. DEADLOCK ist ein Endspiel vom Kino, weil er das Kino bis auf die Knochen enthäutet. Weil er nichts Überflüssiges enthält, was überhaupt ein Kennzeichen der Filme von Roland Klick ist… Und gerade weil DEADLOCK nichts Überflüssiges hat, ist der Film so reich: weil man genau zusieht, aufpaßt wie ein Luchs. Denn es könnte einem etwas entgehen. Deadlock heißt Pattsituation, Stillstand. Ich denke, das ist ein wichtiges Wort für die Filme von Roland Klick. Es ist der Stillstand des Lebens, der Augenblick und der Augen-Blick, der ihn fasziniert, der Augenblick vor der Handlung, vor der Tat, vor dem unerbittlichen Fortgang der Geschichte, der Geschichte einer Gesellschaft, aber vor allem der Geschichte, die im Kino erzählt wird…“ Peter W. Jansen, 1992, aus der Laudatio anläßlich einer Roland Klick-Retrospektive

Deadlock ist phantastisch. Ein bizarrer, glühender Film!“ Alejandro Jodorowsky, 1970

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Vor Morgengrauen
OT: Just Before Dawn
USA 1981
Regie: Jeff Liebermann
90 Min., Blu-ray, OF
Mit Gregg Henry, Deborah Benson, Chris Lemmon, Jamie Rose u.a.

In den 1970ern erschuf der New Yorker Independent-Autor Jeff Lieberman eine Reihe von Alptraum-Narrativen, die Grindhouse-Kino mit relevantem sozialem Kommentar verband. Einer seiner besten Filme ist der selten gezeigte „Just Before Dawn“ von 1981. Liebermann schaffte es, eine atmosphärische „Deliverance“ („Beim Sterben ist jeder der Erste“)-Variante des Slasherfilms mit einem damals und heute absolut notwendigen feministischen Korrektiv zu drehen.
Eine Tour durch den Wald. Ignorierte Warnungen vor den bösen Kräften im dort, verdichten sich in einem grotesken, sadistischen Backwood-Alptraum, der durch den düsteren Lo-Fi-Score von Brad Fiedel und die sehr guten Bildkompositionen mehr als überzeugt. Und hier gibt es das furchtloseste Final-Girl der Geschichte des Horrorfilms: Deborah Benson!

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