04. Dezember

D 2011
Regie: Britta Wandaogo
81 Min., digital
Dokumentarfilm

Die Regisseurin Britta Wandaogo wird am Abend für ein Filmgespräch anwesend sein!

Britta Wandaogo über ihren Film:
Meine erste Videokamera 1993. Dirk und ich sitzen im Bett und filmen uns gegenseitig. Ich sage zu ihm: „Ich bin jetzt 27 Jahre alt und total fertig…, aber vorher bringe ich meinen kleinen Bruder noch auf Hoch!“
Was auch immer damals mein Vorhaben war, ab dieser Zeit habe ich unzählige Situationen mit uns gemeinsam gefilmt, unser Leben „zwischendurch“ mit der Kamera festzuhalten war Schutz und Erinnerung zugleich. Dirk das „leidige“ Zentrum unserer Familie über den viel geredet wurde….. unsere Familie brach auseinander – doch Dirk war meine Familie! Mit ihm verband mich eine Nähe, ein Humor, der vielleicht nur zwischen Bruder und Schwester existieren kann. Seine Heroinsucht war eine Begleiterscheinung mit der wir beide leben mussten – immer getragen von dem Gedanken, dass er da irgendwie rauskommt.

Liebesfilm. Anders kann man Britta Wandaogos „Nichts für die Ewigkeit“ nicht nennen. Zwölf Jahre lang hat sie gedreht, wenn ihr Bruder Dirk auf Droge war, er runterkam – und wieder von vorn anfing. Nur scheinbar ein stetes Auf und Ab, denn eigentlich ist klar: Es geht immer weiter bergab mit Dirk. Doch Wandaogos Collage aus ersten, zögerlichen Kameratests, die die angehende Regisseurin Anfang der Neunziger unternimmt, bis hin zu ihren fordernden Profi-Aufnahmen, die 2005 […] entstehen, erzählt nicht die Geschichte eines Abstiegs. Vielmehr überträgt sich die Nähe und Energie zwischen den Geschwistern auf den Zuschauer und sorgt für einen unwiderstehlichen Sog in das Leben der zwei. […]“ Michael Sennhauser, Filmkritiker SWR

Die 1965 in Unna geborene Dokumentarfilmerin Britta Wandaogo gründete 2000 mit „wandaogo productions“ (http://www.wandaogo.de/) ihre eigene Produktionsfirma. 2003 wurde sie Gründungsmitglied des Dokumentarfilmnetzwerks „LaDoc“ (http://www.ladoc.de/). Ihr vielfach ausgezeichnetes filmisches Werk ergänzen Musikvideos, Installationen und audiovisuelle Ausstellungsbeiträge.

Trailer