23. Oktober

OT: Les Plages d’Agnès
F 2008
Regie: Agnès Varda
108 Min., 35mm, OmU
Mit Agnès Varda, Yolande Moreau, Mathieu Demy u.a.

In ihrem Debütfilm „La Pointe-Courte“ porträtiert Agnés Varda das gleichnamige Fischerdorf. Sie vermischt dokumentarische Aufnahmen und inszenierte Handlung, der Film von 1955 gilt als stilistischer Vorläufer der Nouvelle Vague. Mehr als 50 Jahre später kehrt Varda zurück an die Küste von La Pointe-Courte. In ihrem autobiografischen Filmessay „Die Strände von Agnès“ blickt die nun fast 80-jährige Regisseurin zurück auf ihr Leben und Schaffen. Das verbindende Element dieser Rückschau sind die Strände an denen Fotos und Ausschnitte ihrer Filme angespült werden.

Diese Idee kam mir eines Tages am Strand von Noirmoutier, als mir plötzlich bewusst wurde, dass viele andere Strände in meinem Leben wichtig waren. Die Strände gliedern den Film wie einzelne Kapitel. Ich wollte meiner Familie, meinen Freunden und allen anderen einige Stationen meines Schaffens und meines Lebens erklären. Und denen eine Ehre erweisen, die mich ausgebildet haben, denen ich begegnet bin, die ich geliebt habe.“ Agnès Varda

Ohne seinen roten Faden zu verlieren, schlägt der Film große Bögen, die Vardas Interesse an den historischen Ereignissen ihrer jungen Jahre dokumentieren. Sie reiste als Fotografin nach China, filmte Fidel Castros Kuba im ersten revolutionären Schwung, drehte einen Film über die Black-Panther-Bewegung und einen Film-im-Film mit dem Warhol-Star Viva, der das Ende der Hippie-Euphorie beschrieb. Diskret deutet sie den Bruch mit ihrem Ehemann Jacques Demy in den Achtzigerjahren an, die Rückkehr des Aidskranken zur Familie und ihre seit seinem Tod 1992 andauernde Emphase, seinem filmischen Lebenswerk Denkmale zu setzen.“ Claudia Lenssen, taz

Trailer

Vorfilm: The Herstory of the Female Filmmaker

herstory
USA 2011
Regie: Kelly Gallagher
15 Min., digital, Animationsfilm, OF

Im Vorprogramm zu der Dokumentation über die bedeutende Filmemacherin Agnès Varda zeigen wir euch einen ambitionierten, experimentellen Kurzfilm von Kerry Gallagher, der sich mit der unterrepräsentierten und oft übersehenen HERstory von Filmemacherinnen beschäftigt. Der Film ist mit Musik von einflussreichen Riot Grrrl-Bands unterlegt, und zeichnet sich durch die Verwendung von verschiedenen Animationstechniken aus.
Kerry Gallaghers` Website