30. Oktober

D 1997
Regie: Thomas Frickel
100 Min., 35mm
Mit Gerhard Bahn, Klaus Beier, Guenter Deckert, Christian Doermer. u.a.

– in Kooperation mit der „Antifa AG“ der Uni Bielefeld gezeigt, deswegen FREIER EINTRITT

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich froh, wenn ich wieder aufwache„, resümiert der namenlose Detektiv und Protagonist dieser Mockumentary, nach einer seiner Etappen. Der brisante Auftrag lautet: sich als Reporter Dennis Mascarenas vom US-Fernsehsender „DDC Denver“ auszugeben, um während einer als journalistisch getarnten Reise durch Deutschland herauszufinden, wie diese gerade wiedervereinten Deutschen ticken und wie gefährlich sie denn tatsächlich sind.
So fährt Dennis durch die deutschen Lande, und entlockt den mal mehr und mal weniger prominenten Interviewten durch sein naiv-freundliches Auftreten die, durch die Blume gesprochen, skurrilsten Aussagen, Ansichten und Herzensangelegenheiten. Nach und nach zeichnet diese ethnografische Studie ein Psychogramm der Deutschen welches beim Zuschauer und bei der Zuschauerin eine Mischung aus Entsetzen, Fremdscham und purer Belustigung verursacht.

Anliegen des Films war es, laut der Aussage des Regisseurs und Produzenten Thomas Frickel, die These zu überprüfen, ob die Gesellschaft immer weiter in untereinander verfeindete und sich bekämpfende Kleingruppen zerfällt, und so letzten Endes auch die Metzger unerbittlich gegen die Vegetarier_innen kämpfen würden. Frickel ist auch bekannt für die ähnlich inszenierte, aber 10 Jahre später gedrehte Mockumentary „Die Mondverschwörung“, in welcher ebenfalls Dennis Mascarenas als Protagonist auftritt.

„Deckname Dennis“ wird in Kooperation mit der „Antifa AG“ der Uni Bielefeld gezeigt, und ist Teil der linken Erstsemesterwochen, in deren Rahmen u.a. am Vortag, den 29.10., ein Vortrag mit Florian Hessel zum Thema „Die größte List des Teufels… – Zur Kritik der Verschwörungstheorien“ stattfindet. Genauere Informationen werden noch bekannt gegeben. http://antifaagbi.blogsport.de/

Trailer