11. September

USA 1980
Regie: William Friedkin
102 Min., 35mm, DF
Mit Al Pacino, Paul Sorvino, Karen Allen u.a.

Der junge Streifenpolizist Steve Burns (Pacino) verlässt sein bürgerliches Leben und taucht ab in die Lederschwulenszene New Yorks. Was er dort sieht und was es in ihm auslöst, darum geht es in „Cruising“ mindestens ebenso sehr, wie um die Jagd nach dem Schwulenkiller, der in der Szene umgeht. Doch statt mit diesem wird Burns mit seinen eigenen Abgründen konfrontiert…

Schon während der Dreharbeiten zog Friedkin den Zorn der Gay-Rights-Bewegung auf sich, die ihm Schwulenfeindlichkeit unterstellte, und in der New Yorker Zeitung „Village Voice“ wurde offen zur Sabotage der Dreharbeiten aufgerufen. „Zwar versichert Friedkin, die feiernde S&M-Szene einfach nur „abgefilmt“ zu haben, jedoch setzt er diese in einer für den Zuschauer höchst konfrontativen Weise in Szene, die die beherrschenden Themen des Films, Verführung und Gewalt, widerspiegelt. Diese Welt scheint den Werten, auf denen die westlichen Zivilisationen aufgebaut sind, diametral gegenüberzustehen. Sie ist mit Aids untergegangen, aber der Film hat seine Relevanz noch lange nicht verloren. „Cruising“ bleibt ein kontrovers gewerteter Film.“ Oliver Nöding, 2010

Der Blick auf das Ledermilieu ist geprägt von Neugier in ihrer reinsten Form. Das macht den Film sympathisch. Er führt vor –überzeichnet vielleicht auch- mit Lust am glitschigen Detail. Aber der Film urteilt nicht.“ Christian Seebaum, 2001

… gelingt es Friedkin nicht immer, die komplexe Faszination seiner Hauptfigur deutlich zu machen, aber als schwarzer Großstadtkrimi in der Tradition des ebenfalls von ihm inszenierten ‚French Connection‘ besitzt der Film eine beachtliche Qualität.“ Hans C. Blumenberg, 1980

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