22. Mai

OT: The Producers
USA 1968
Regie: Mel Brooks
88 Min., 35mm, DF
Mit Zero Mostel, Gene Wilder, Kenneth Mars, Estelle Winwood, Renée Taylor u.a.
Musik: John Morris

Not many people know it, but the Fuhrer was a terrific dancer.

Zwei Theatermanager (Zero Mostel, Gene Wilder) wollen absichtlich eine todsichere Pleite landen, um sich auf diese Weise aus der finanziellen Misere zu befreien. So produzieren sie ein mit geschmacklichen Entgleisungen angehäuftes Musical über Adolf Hitler und Eva Braun, engagieren dafür unerfahrene Schauspieler_innen und Regisseure. Dann aber tritt genau das ein, was sie unbedingt verhindern wollten: Für die beiden völlig überraschend erobert das Stück den Broadway.

1969 erhielt Mel Brooks den Oscar in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“. Außerdem erhielt der Film eine Nominierung für den „Besten Nebendarsteller“ (Billy Wilder) – dazu diverse Nominierungen für den Golden Globe Award.

Lachen über Hitler? In den dreißiger Jahren stritt der antifaschistische Widerstand noch darüber, ob Witze eine geeignete Waffe im Kampf gegen den Faschismus sei. […] Als nach der Befreiung das volle Ausmaß der Menschen-Vernichtung zu Tage kam, wurde es still um die Satiriker. Erst seit Ende der fünfziger Jahre haben es Regisseure wieder gewagt, die von den Nationalsozialisten ins Werk gesetzte Vernichtung als „ad absurdum“ zu betrachten.
An dieser Stelle will und muss Mel Brooks genannt werden. „The Producers“, das Remake von „To be or not to be“ von 1982 und sein Broadway-Musical, machen ihn zu einem der Verfechter des „Lachens über Hitler“ – und zugleich zum schärfsten Kritiker der Nazi- und Hitler-Faszination.
“ Aus: Margit Fröhlich/Hanno Loewy/Heinz Steinert (Hrsg.): Lachen über Hitler – Auschwitz Gelächter? R. Boorberg Verlag, 2003

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