03. April

OT: Morte a Venezia
I 1971
Regie: Luchino Visconti
130 Min., 35mm, DF
Mit Dirk Bogarde, Björn Andrésen, Silvana Mangano, Marisa Berenson u.a.

Venedig ist ein Traum, ein käuflicher Traum.
Die Stadt auf dem Wasser ist eine süße Obsession, wo man die Orientierung in einem komplexen Labyrinth aus Gassen und Kanälen verliert, und durch geheimnisvolle Gässchen in eine traumhafte Welt gerät, einladend und furchteinflößend zugleich.
Der Musiker Gustav von Aschenbach beschließt, einige entspannte Tage in Venedig zu verbringen um sich von seinen Herzproblemen zu erholen. Wir befinden uns am Anfang des letzten Jahrhunderts in einem luxuriösen Hotel im Lido, in dem auch eine Familie untergekommen ist, dessen heranwachsender Sohn mit seiner engelsgleichen Faszination zur neuen Inspirationsquelle des reifen Komponisten wird. Überwältigt von der Ambiguität seines Verlangens, gerät er in eine stumme Sinnkrise nach verlorener Jugend und verlebt lange und schwüle Tage zwischen Gondeln, Cholera und Erinnerungen.

In „Tod in Venedig“ verflechtet Visconti auf raffinierte Weise die Erzählung von Thomas Mann mit dem Leben des Komponisten Gustav Mahler. Der Regisseur verwandelt komplexe literarische Gedanken in visuelle Suggestionen und Melodien. Visconti führt seinen Protagonisten in ein Labyrinth von Gefühlen aus Vergangenheit und Gegenwart, Verlangen und Frustration, Kunst und Sünde.

Trailer