27. Februar

USA 1968 – basierend auf der schwedischen Originalfassung von 1922 unter der Regie von Benjamin Christensen
77 Min., 16mm, OF
Mit Elisabeth Christensen, Ella La Cour, Astrid Holm, Karen Winther, Maren Pedersen, Emmy Schönfeld, Benjamin Christensen u.a.
Erzähler: William S. Burroughs
Musik: Daniel Humair, Jean-Luc Ponty

And that’s how they’ll burn you too, young woman, in honor of God, and as a lesson to others.
Christensen schuf 1922 mit „Häxan“ den damals teuersten schwedischen Film. Er versucht in 7 Kapiteln die Geschichte der Hexerei und die Verfolgung der Frauen, welche für Hexen gehalten wurden, mit eindringlichen Bildern zu zeigen. Teils erscheint der Film wie eine Dokumentation, teils wie ein Spielfilm. Doch der Film Christensens bleibt stumm.

Anders die Version von 1968. In dieser werden einige der Zwischentitel durch einen gesprochenen Kommentar ersetzt. Und dies von keinem Unbekannten. William S. Burroughs leiht dem Film seine Stimme und begleitet den Zuschauer mit schauerlich dunklem Timbre durch die Welt der Hexen und des Okkulten. Und wenn er mal schweigt, dann ertönt effektvoll zu den einschneidenden Bildern teils jazzige, teils Synthesizer-Musik Daniel Humairs bzw. Jean-Luc Pontys.

Auch wenn man berechtigte Kritik an einigen der Thesen Christensens üben sollte, z.B. dass die Hexen von damals die hysterischen Frauen von heute sind, sind diese Aufnahmen sowohl in ihrer historischen Wertigkeit als auch in ihrer rein filmisch-ästhetischen hoch einzustufen. Definitiv ein Filmabend, der von ein wenig Nebel profitieren könnte.