23. Januar

OT: Письма мёртвого человека
UdSSR 1986
Regie: Konstantin Lopuschanskij
87 Min., 35mm, DF
Mit Rolan Bykow, Jossif Ryklin, Viktor Michailow, Alexander Sabinin, Swetlana Smirnowa, Wazlaw Dworshezki, Nora Grjakalowa, Vera Majorawa, Wadim Lobanow u.a.

Die beiden Supermächte haben sich durch einen Fehler im Computersystem vollständig vernichtet. Die Erdoberfläche ist verbrannt und radioaktiv verseucht. Die letzten Überlebenden finden Zuflucht in unterirdischen Bunkern, wo sie vielleicht den Rest ihres Lebens verbringen müssen. Zu ihnen gehört auch der Kybernetik-Professor und Nobelpreisträger Larsen. Dort pflegt er seine Frau, die an der Strahlenkrankheit leidet, und klammert sich an die Hoffnung, dass sein verschollener Sohn noch lebt. Unermüdlich schreibt er Briefe an ihn, die versuchen, die grauenvolle Katastrophe in Worte zu fassen.

Konstantin Lopuschanskijs Film ist eine aufrüttelnde Anklage gegen den Atomkrieg. In beeindruckenden, sepiafarbenen Bildern verdeutlicht er das Grauen der atomaren Katastrophe und deren Folgen. Dazu stellt der Film die Frage der Verantwortung eines jeden Menschen für das Schicksal der Welt„. cinema

Drei Jahre, nachdem in „The Day After“ der nukleare Holocaust als erschreckendes Endzeitspektakel im TV inszeniert wurde, erscheint 1986 „Briefe eines Toten“ – ein sowjetischer Film, unterstützt vom sowjetischen Komitee gegen den Atomkrieg aus der Feder von Konstantin Lopuschanskij, Vyacheslav Rybakov und Boris Strugatsky (letzterer zusammen mit seinem Bruder Arkadi populärer Science Fiction-Autor, unter anderem des Romans „Picknick am Wegesrand“, der als „Stalker“ in die Kinos kam).