14. November

OT: Dawn of the Dead
USA 1978
Regie: George A. Romero
118 Min., 35mm, DF
Mit David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylon Ross, David Crawford, Tom Savini u.a.
Musik: Dario Argento, The Goblin

Lieblingsfilm? Ganz sicher nicht. Aber wer hat schon `ne 35mm-Kopie von Argentos „Phenomena“ im Keller? Wenn schon kein Giallo, dann einen ganz anderen Genreklassiker. „Dawn of the Dead“ ist der zweite Teil von Romeros „Living-Dead“-Trilogie und in gewisser Weise eine Fortsetzung des Ersten. Während Romero sich in der „Nacht der lebenden Toten“ noch mit „niedlichen“ Schattenspielen begnügt hat, wähnte er 1978 die Zeit reif für dieses blutige Spektakel. Die Zombies tummeln sich jetzt auf der ganzen Welt. Vier Menschen gelingt die Flucht aus dem dem Untergang geweihten Philadelphia. Mit einem Hubschrauber starten sie ins Ungewisse. Die vier landen auf dem Dach eines riesigen Einkaufszentrums, rotten die darin umherwankenden Zombies aus und richten sich eine Enklave im Dachgeschoß ein. Doch für wie lange können sie ihr unfreiwilliges „Paradies“ verteidigen?Romeros Version der Apokalypse ist einer der besten Filme seines Genres, und hat einer ganzen Generation verstörter Kritiker Anlaß zu unterschiedlichsten Interpretationen gegeben. Da war von radikaler Kritik der Konsumgesellschaft die Rede bis hin zur These, die Zombies seien Symbol für die Unterdrückten der 3. Welt. Romero selbst hat sich gegen jede Interpretation verwahrt.„Ekelerregender naturalistischer Horrorfilm, der über seine vordergründige Geschichte hinaus als Parabel über die gesellschaftliche Situation interpretiert werden kann. Durch seinen Aufruf zur Gewalt und die Herrenmenschenideologie äußerst fragwürdig. – Wir raten ab.“ Katholische Filmkommission für Deutschland, 1978

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