24. Oktober

USA 1973
Regie: Terrence Malick
95 Min., 35mm, OF
Mit Martin Sheen, Sissy Spacek, Warren Oates, John Carter u.a.
Musik: Carl Orff, Nat „King“ Cole

Holly (Sissy Spacek) ist 15 und Halbwaise. Sie spielt gelangweilt im Garten des Hauses ihres Vaters. Kid (Martin Sheen), 25, im coolen James Dean-Outfit mit Zigarette im Mundwinkel und Plastikkamm in der Gesäßtasche seiner Jeans, arbeitet bei der Müllabfuhr. Beide Leben in der öden Kleinstadt Fort Dupree in South Dakota. Sie sehen sich und werden ein Paar. Der Vater, der sich gegen die Beziehung stellt, wird von Kid kurzerhand erschossen. Sie fliehen quer durch South Dakota und Montana und hinterlassen eine blutige Spur. In den „Badlands“ angekommen führen sie in der Abgeschiedenheit ein archaisches Leben. Aber ihre Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen.

Terrence Malicks Erstlingswerk ist ein erstaunliches Debüt. Er inszeniert die Geschichte zweier Außenseiter als hochästhetische Ballade. Die Szenarien – im Provinzstädtchen, auf den verlassenen, endlos erscheinenden Landstraßen und schließlich im vermeintlichen Paradies – sind in goldenes Licht getaucht. Der Film feiert diese Landschaften in überwältigenden Bildern. Unterlegt mit wunderschönen Xylophonklängen aus Carl Orffs „Musica Poetica“.

So intensiv die Bilder sind, so lakonisch und beiläufig wird die Geschichte der Protagonisten erzählt. Sie wirken kühl bis distanziert. Jedes Psychologisieren wird vermieden. Wenn dazu noch die poetische Erzählstimme von Holly zu hören ist, entwickelt der Film einen fast hypnotischen Sog.

Der Film fußt auf einer wahren Geschichte aus den 1950er Jahren.

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