12. September

USA 1980
Regie: Brian de Palma
100 Min., 35mm, DF
Mit Angie Dickinson, Michael Caine, Nancy Allen, Keith Gordon u.a.
Musik: Pino Donaggio

Nach einem erotischen Abenteuer wird die attraktive Kate Miller (Angie Dickinson) im Fahrstuhl ermordet. Ihr Sohn und das Callgirl Liz (Nancy Allen), Zeugin des Mordes, machen sich auf die Suche nach dem Täter und geraten in höchste Gefahr.Spätestens seit Hitchcocks „Psycho“ wissen wir, dass Duschszenen nichts Gutes mit sich bringen. Wenn Kate Miller sich in der Anfangssequenz unter der Dusche selbst befriedigt, sollten wir erahnen können, dass wir uns in keinem Softporno befinden. De Palma treibt hier ein doppeldeutiges Spiel mit dem Zuschauer. Diese Doppeldeutigkeit wird Hauptbestandteil des Films. Sowohl auf formaler als auch auf inhaltlicher Ebene. Heraus kommt ein ungeheuer schneller, unheimlicher, hochspannender Psychothriller in Hitchcockscher Manier.

„Dressed to Kill“, zu dem de Palma auch das Buch schrieb, strotzt nur so vor ruhigen, bis ins Detail durchinszenierten Einstellungen und langen Kamerafahrten. Hervorzuheben ist auch die Schnittechnik von Oscar-Preisträger Jerry Greenberg. Die Musik von Donaggio unterstreicht die immer wiederkehrenden Referenzen an de Palmas Vorbilder. „Dressed to Kill“ kann als eine einzige, große Hommage an Hitchcock verstanden werden und wird oft sogar als höchstseltener US-Beitrag zum Giallio-Genre bezeichnet.

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