05. September, 19 Uhr

Regie: Krzysztof KieślowskiMit dieser Triologie greift Kieślowski die Ideale der französischen Revolution -Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit- auf, und gibt jedem Film dramaturgisch eine Farbe der Tricolore.
Gesamtspielzeit: ca. 290 Min.

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Die für uns erste und mit Spannung erwartete lange Filmnacht ist zugleich der Start in unseren Geburtstagsmonat. Das Offkino wird 4 Jahre.

An kulinarischem Begleitprogramm tischen wir Baguette & Käse, herzhafte und süße Crêpes, Tarte aux citron/pommes und Popcorn frisch aus der Maschine auf.

Über die komplette Trilogie hinaus, kann natürlich auch jeder Film einzelnd geschaut werden.

Zeiten und Preise:
1. Teil „Drei Farben: Blau“, Beginn 19 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
2. Teil „Drei Farben: Weiß“, Beginn 21:20 Uhr
3. Teil „Drei Farben: Rot“, Beginn 23:20 Uhr
1 Film: 6 € (ermäßigt 5 €), 2 Filme: 10 € (ermäßigt 8 €), 3 Filme: 12 € (ermäßigt 10 €)
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Drei Farben: Blau (Trois couleurs: Bleu) – Motiv der Freiheit
F/PL 1993
98 Min., 35mm, DF
Mit Juliette Binoche, Emmanuelle Riva, Benoît Régent u.a.

Nach dem Unfalltod von ihrem Mann, einem berühmten Komponisten, und ihrer Tochter, zieht sich Julie zurück und ist voller Schmerz. Sie bricht radikal mit ihrer Vergangenheit, versucht vor der eigenen Erinnerung zu flüchten und baut sich eine neue Existenz auf. Doch ihr neu gewähltes Leben ist auf Dauer schwer aushaltbar. Durch die Musik kommt sie wieder in Kontakt mit ihrer Vergangenheit und findet nicht nur ihre Freiheit wieder…

Drei Farben: Weiß (Trois couleurs: Blanc) – Motiv der Gleichheit
F/PL 1994
91 Min., 35mm, DF
Mit Julie Delpy, Zbigniew Zamachowski u.a.

Der polnische Friseur Karol verliert durch die Scheidung von seiner französischen Frau alles was er besaß. Ziemlich hoffnungslos kehrt er versteckt in einem Koffer zurück nach Polen, und versucht sich ein neues Leben aufzubauen. Um sich an seiner Ex-Frau zu rächen, inszeniert er seinen Tod. Am Ende ist das Glück auf seiner Seite und er gewinnt etwas, woran er schon lange nicht mehr geglaubt hat…

Drei Farben: Rot (Trois couleurs: Rouge) – Motiv der Brüderlichkeit
F/PL/CH 1994
99 Min., 35mm, DF
Mit Irène Jacob, Jean-Louis Trintignant, Jean-Pierre Lorit u.a.

Die Studentin Valentine lernt einen verbitterten pensionierten Richter kennen, der auf seltsame Weise seine Nachbarn bespitzelt. Obwohl sie das ziemlich widerlich findet, fühlt sie sich zu ihm hingezogen und sie versuchen sich durch Gespräche immer mehr zu verstehen. Ganz anders die Beziehung zu Auguste, der Nachbar von Valentine. Die Wege der beiden kreuzen sich fast täglich, und dennoch haben sie einander nie gesehen. Bei einer Fährreise nach England treffen nicht nur die beiden aufeinander…

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Krzysztof Kieślowskis Trilogie besticht durch Liebe zum Detail. Er verwendet in seinen Filmen Zeichen, die den Zuschauer_innen über alle drei Filme eine besondere Aufmerksamkeit abverlangen. Seine Filme konzentrieren sich auf die Psychologie der Menschen: Gefühle, Gedanken und Beziehungen, die manchmal alle zusammen die Grenzen zwischen Zufall und Schicksal verschwimmen lassen.

Alle Filme der Trilogie wurden mehrfach mit Auszeichnungen gewürdigt. Zum Beispiel für die schauspielerische Leistung, die Filmmusik, die Kameraführung sowie die Regie.