18. Juli

OT: Mulholland Drive (USA), Mulholland Dr. (F)
F/USA 2001
Regie: David Lynch
147 Min., 35mm, DF
Mit Naomi Watts, Laura Harring, Dan Hedaya, Justin Theroux u.a.
Musik: Angelo Badalamenti

Ein zufälliger Autounfall auf dem verschlungenen, kurvenreichen Mulholland Drive in L.A. bewahrt eine dunkelhaarige, glamourös wirkende Frau davor, erschossen zu werden. Benommen stolpert sie den Abhang hinunter, und findet letztendlich in einem unbewohnten Appartement Unterschlupf. Am nächsten Tag zieht hier die frisch aus der Provinz angekommene Betty ein, die voller Optimismus und ein wenig naiv von einer Schauspielkarriere in Hollywood träumt. Als sie die Fremde im Haus ihrer Tante entdeckt, glaubt sie zuerst, dass es sich bei Rita – so nennt sich die Fremde zögerlich – um eine Freundin der Familie handelt. Kurze Zeit später erfährt sie von dem Unfall, und dass sich Rita an sonst nichts weiter erinnern kann – noch nicht einmal daran, wer sie ist und wie sie wirklich heißt. Betty, die sich von Anfang an zu ihrem unerwarteten Gast hingezogen fühlt, versucht Rita zu helfen, ihre Identität zu enthüllen…
Parallel zu dieser Geschichte ereignen sich auch in anderen Ecken der Stadt verworrene Begebenheiten: u.a. gerät einem Killer sein Handwerk auf groteske Weise außer Kontrolle; einem bis zur Arroganz selbstbewussten, erfolgreichen Jungregisseur wird sein neuer Film von mysteriösen Geldgebern zunächst aus der Hand genommen, als er sich weigert, die Hauptrolle nach deren Maßgabe zu besetzen; und es erscheint ein kleiner Mann, der offenbar die Fäden Hollywoods in der Hand hält…Lynch-typisch lädt auch „Mulholland Drive“ auf faszinierende Art und Weise zu den eigensten Interpretationen und (De)Konstruktionen von Handlungssträngen und symbolbehafteten Szenen ein. Bevor wir hier mit oft vertretenen Interpretationen von „Mulholland Drive“ aufwarten, lieber ein: „Komm, und mach dich auf deine eigene Reise!“

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