27. Juni

OT: Alphaville
F 1965
Regie: Jean Luc Godard
93 Min., 35mm, OmU, s/w
Mit Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Howard Vernon u.a.

„Alphaville“ ist der letzte Film der Lemmy-Caution-Reihe, die mit Filmtitel wie „Küsse, Kugeln und Kanaillen“, „Eddie-Miezen und Moneten“ oder „Rote Lippen- Blaue Bohnen“ in durchaus selbstironischer Weise das Publikum begeisterte.

Jean Luc Godard benutzt in „Alphaville“ Lemmy Caution als Vertreter von Liebe und Poesie gegen das Elektronenhirn (so nannte man damals Computer) Alpha 60 und dessen Tabus. Wenn der Computer durcheinanderkommt, kann es passieren, dass sich alles in sein Gegenteil verkehrt, selbst das Schwarzweiß des Films wird negativ. Auf dem Weg durch diese absurde Welt der Zukunft mit ihren 60er-Jahre-Schlitten bekommt Lemmy Caution eine Gefährtin: Natascha, die Tochter des Professor von Braun, wird auf ihn angesetzt. Da es in „Alphaville“ weder Gefühle noch die Worte dafür gibt, kommen sich die beiden in poetischen, hoch symbolischen Dialogen näher. So fängt Lemmy also an, Gedichte von Éluard und Celine vorzutragen, um das Böse zu besiegen. Überhaupt ist hier nichts so, wie in anderen Lemmy Caution- Filmen, außer natürlich dem Gesicht von Eddie Constantine.

Unter dem Deckmantel eines Science-Fiction-Krimis mit dem ultracoolen Eddie Constantine und der schönen Anna Karina versteckt sich eine symbolische Komödie über die Liebe, über Eroberung und Verführung.“ Neue Visionen Filmverleih

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