23. Mai

USA 1997
Regie: Quentin Tarantino
148 Min., 35mm, OF (Originalfassung)
Mit Pam Grier, Samuel L. Jackson, Robert Forster, Robert de Niro, Bridget Fonda u.a.

Der Film trägt den Titel seiner Hauptfigur: der Stewardess Jackie Brown. Diese ist in der Zwickmühle und es geht um ihr eigenes Leben, denn sie ist erwischt worden, wie sie via Luftweg Geld für den befreundeten Ordell (Samuel L. Jackson) nach Mexiko schmuggelt. Um sich selbst zu retten, muss sie es nun mit Ordell und seinen Gefährten sowie der Polizei aufnehmen. Sie entwirft einen ziemlich komplexen Plan, mit dem sie die anderen gegeneinander ausspielen will, um sich am Ende selbst mit dem Geld absetzen zu können.

Es ist ein relativ ruhiger Film, der sich Zeit nimmt und dadurch stellenweise mit viel Detailliebe sowie einer Stimmigkeit zwischen Figuren, Sound und Tempo punktet. Zum Beispiel in der ersten Einstellung, wenn Jackie Brown auf den endlosen Rollbändern des Flughafens unterwegs ist oder wenn der Kautionsagent Max seine Klientin Jackie zum ersten Mal trifft, als sie aus dem Gefängnis entlassen wird. Diese Szene kommt ohne viele Worte aus und dennoch erzählen die Bilder präzise, was mit Max in dem Moment geschieht.

Pam Grier, in der Rolle der Jackie Brown, spielt wie eine Queen im eigenen Film und dieser wirkt, als wäre er ganz und gar auf sie zugeschnitten. Ihr gelang damit der Wiedereinstieg ins Kino und sie konnte an ihre Erfolge aus den 1970er Jahren, als Star einiger Blaxploitation-Filme, anknüpfen.

Dem Drehbuch liegt der Roman „Rum Punch“ von Elmore Leonard zugrunde. Tarantino war vier Jahre mit der Fertigstellung des Films beschäftigt. Spätestens durch seinen vorherigen Film „Pulp Fiction“ hat er als Regisseur Kultstatus erreicht und prägte mit seiner „tarantinoesken“ Art das Kino der 1990er Jahre.

Der Film erhielt 1998 bei den Internationalen Filmfestspielen den Golden Bären.

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