25. April

OT: La caduta degli dei
I/BRD 1968
Regie: Luchino Visconti
156 Min., 35mm, DF
Mit Dirk Bogarde, Ingrid Thulin, Helmut Berger, Charlotte Rampling u.a.

Deutschland im Jahr 1933: Die Stahl-Dynastie von Essenbeck (Ähnlichkeiten mit einer Essener Unternehmerfamilie sind nicht zufällig) hofft durch eine Liaison mit dem Nationalsozialismus ihre Situation zu verbessern und das Unternehmen zu sanieren. Doch gerade dieses Paktieren mit den neuen Machthabern beschleunigt den Niedergang der Großindustriellenfamilie, deren Mitglieder anfangen sich gegenseitig auszulöschen…

Keine einzige der Gestalten in diesem Film bietet sich als positive Identifikationsfigur an, es gibt keine Liebesgeschichte, ein irgendwie versöhnliches oder wenigstens Hoffnung zulassendes Ende; es ist eine Studie des Nationalsozialismus, seiner Hintergründe und zugrundeliegenden Mechanismen. Es ist ein Film, der ohne abstrakt-theoretische Grundsatzerklärungen auskommt und zeigt, dass Nationalsozialismus ganz, ganz einfach funktioniert. Sie sind viele, und sie sind mitten unter uns, auch heute – genau so und nicht anders und niemand sollte glauben, dass „es“ nie wieder geschehen könnte.

„Die Verdammten ist vielleicht der größte Film überhaupt, ein Film, der meiner Ansicht nach für die Geschichte des Films ebenso bedeutend ist wie Shakespeare für das Theater…. Weil es ihm gelungen ist, mit künstlerischen Mitteln Geschichte darzustellen, genauso, wie das Shakespeare gemacht hat. Es ist eben nicht eine historische Darstellung des Faschismus, genauso wenig wie Shakespeares Dramen historische Dramen sind.“ R.W. Fassbinder

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