21. Februar

OT: Lung Boonmee raluek chat
Thailand/GB/F/D 2010
Regie: Apichatpong Weerasethakul
113 Min., 35mm, O(Thai)mU
Mit Thanapat Saisaymar, Jenjira Pongpas, Sakda Kaewbuadee, Natthakarn Aphaiwonk u.a.

Uncle Boonmee leidet an Nierenversagen. Seine letzten Tage will er auf seinem Landgut im Nordosten Thailands verbringen, umgeben von Verwandten und Freunden, die ihn lieben. Dort taucht plötzlich der Geist seiner verstorbenen Frau auf, um für Boonmee zu sorgen. Auch sein lange verschollener Sohn kehrt zurück in Gestalt eines Affen. Nachdem Boonmee über die Ursachen seiner Krankheit nachgedacht hat, bricht er mit seiner Familie zu einer Reise durch den Dschungel auf. Die endet in einer geheimnisvollen Berghöhle – dort, wo Boonmees erstes Leben begann.

“Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben ist eine Hommage an meine Heimat, aber auch an eine besondere Art Kino, mit der ich aufgewachsen bin. Ich glaube an Seelenwanderungen zwischen Menschen, Pflanzen Tieren und Geistern. Die Geschichte von Uncle Boonmee erzählt vom Verhältnis zwischen Mensch und Tier, zugleich überwindet sie die Linie, die beide trennt. Wenn das Kino so etwas zeigt, wird es zur gemeinsamen Erinnerung von Filmcrew, Schauspielern und Öffentlichkeit. Die Erinnerung der Zuschauer erweitert sich um eine neue, wenn auch simulierte Schicht. In dieser Hinsicht funktioniert Filmemachen so ähnlich, als würde man künstliche vergangene Leben erschaffen. Ich möchte die Eingeweide dieser Zeitmaschine erforschen.[…] Für mich bleibt Filmemachen eine Quelle, deren Energie wir noch nicht wirklich genutzt haben. So, wie wir auch die inneren Vorgänge im Gehirn noch nicht wirklich erklärt haben“.  A. Weerasethakul

Quelle: Movienet