7. Februar

OT: Suna no onna
Japan 1964
Regie: Hiroshi Teshigahara
147 Min., 35mm, s/w, DF
Mit Kyoko Kishida, Eiji Okada, Hiroko Ito u.a.
Drehbuch: Kōbō Abe

Ein Mann begibt sich auf der Suche nach seltenen Insekten in eine einsame Küstengegend. Als er eine Unterkunft für die Nacht sucht, wird er von einigen Dorfbewohner_innen zum Haus einer allein lebenden Frau gebracht, das unter einer Klippe liegt, die er mit Hilfe einer Strickleiter hinunterklettern muss. Die Frau bewirtet ihn, und beginnt, während er sich schlafen legt, den durch jede Ritze dringenden Sand wegzuschaffen. Am nächsten Morgen muss er feststellen, dass das Haus nicht nur von der Klippe sondern auch von unüberwindbaren Dünen rundum umgeben ist und dass die Leiter entfernt wurde. Er ist gefangen. Von der Frau erfährt er, dass er zu ihrer Unterstützung festgehalten wird, da sie alleine nicht gegen die vordringenden Dünen ankämpfen könnte, von denen auch das Dorf bedroht ist. Empört unternimmt er mehrere vergebliche Ausbruchversuche und verweigert anfänglich die Kooperation, doch ist letztendlich gezwungen, sich mit der neuen Situation zu arrangieren.

„Die Frau in den Dünen“ ist eine faszinierende Parabel, in der sich Teshigahara gezielt der Verfremdung und Anonymisierung bedient. Er thematisiert u.a. die Auseinandersetzung des Einzelnen mit der Gesellschaft, deren Normen und Anforderungen wie der Sand permanent und erbarmungslos durch die Ritzen des menschlichen Geistes eindringen und sein Bewusstsein und Selbstverständnis formen. Mit fantastischen Großaufnahmen und Bildern des fast wie Wasser dahinfließenden Sandes schafft Teshigahara, der auch als Dokumentarfilmer arbeitete, eine gleichermaßen bezaubernde wie verstörende Atmosphäre.

(Textquelle: http://www.japankino.de/2007/die-frau-in-den-dunen/)

{rokboxthumb=|images/stories/trailer.png|}http://www.youtube.com/watch?v=WODbLjG4kzw{/rokbox}