17. Januar

GB/D 2012
Regie: Peter Strickland
94 Min., Blu-Ray, OmU
Mit Toby Jones, Antonio Mancino, Fatma Mohamed u.a.
Musik: Broadcast

Gilderoy ist ein Meister seines Fachs. Der britische Toningenieur ist der Spezialist für Soundeffekte und das Vertonen von Kinofilmen. Es gibt kein Geräusch, dass er nicht im Studio nachstellen kann. Doch sein neuer Auftrag bringt ihn nicht nur in das für ihn fremde Italien – auch der neue Film „The Equestrian Vortex“ ist Neuland für ihn. Anstatt Kindersendungen oder Tierdokumentationen muss er nun einen knallharten Horrorfilm im Stil von Dario Argento oder Mario Bava vertonen. Doch die brutalen Filmszenen und seine Einsamkeit setzen Gilderoy im Lauf seiner Arbeit immer mehr zu.

„Berberian Sound Studio“ zeigt nicht nur einen wichtigen Aspekt der Filmproduktion, der allerdings selten thematisiert wird, der Film ist auch eine Hommage an das italienische Horrokino der 70er Jahre und analoge Ton- und Kinotechnik. Die Horrorszenen, die Gilderoy so zusetzen, bekommen die Zuschauer_innen nicht zu sehen. Wir sehen nur wie Gilderoy Salatköpfe zerhackt, Radieschen rupft und anderes Gemüse „misshandelt“, um die Tonspur für die grausamen Filmszenen zu entwerfen.

I detected nods to sources as diverse as Spanish director Fernando Trueba’s The Mad Monkey ; Canadian maestro David Cronenberg’s epochal Videodrome with its visions of the new flesh; Henri Georges Clouzot’s unfinished Inferno, the subject of a recent revelatory behind-the-scenes investigation/reconstruction; and the celluloid incantations of Kenneth Anger – alongside (of course) everything from Suspiria to Amer… This was my highlight of 2012 – adventurous, enigmatic and sound as a pound.“ Mark Kermode

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