06. Dezember

OT: Soljaris
UdSSR 1971/72
Regie: Andrej Tarkowskij
167 Min., 35mm, DF
Mit Natalja Bondartschuk, Donatas Banionis, Jurij Jarvet, Anatolij Solonizyn u.a.

Der Psychologe Kris Kelvin wird auf eine Raumstation über dem Planeten Solaris geschickt, weil die Forschungsarbeiten stagnieren; es scheint Probleme an Bord der Station zu geben. Die drei darauf befindlichen Forscher reagieren nicht oder nur unverständlich auf die Kontaktversuche der Erdbasis. An Bord der Station bemerkt Kelvin schnell, dass mit den Forschern so einiges nicht in Ordnung ist. Doch als dann noch seine seit zehn Jahren tote Frau auftaucht, fühlt sich Kelvin immer weniger als Herr der Lage…

„Solaris“ ist eine faszinierende, von Andrej Tarkowskij brillant umgesetzte Adaption des gleichnamigen Romans von Stanislav Lem, ungewöhnlich im Erzählrhythmus und kontinuierlichem Aufbau. Rein durch die visuelle Metaphorik und die schauspielerische Leistung ist ein filmisches Meisterwerk entstanden, das bis heute noch an seiner Aktualität und Aussagekraft nicht ein kleines Bisschen verloren hat. Nicht die Erforschung des Kosmos beschäftigt die Menschen, sondern sie nehmen ihre quälenden Erinnerungen, ihre Schuld, ihr Versagen aber auch ihre Sehnsucht nach Liebe mit in den Weltraum. Das Forschungsvorhaben wird für die Besatzung des Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen Kultur und an die Grenzen des menschlichen Seins.

Einer der besten seines Genres.

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