13. Dezember

OT: Dark Star
USA 1974
Regie: John Carpenter
82 Min., 35mm, DF
Mit Brian Narell, Carl Kuniholm, Dre Pahich, Dan O’Bannon, Joe Saunders

Ein Filmmonat mit dem Thema „Outer Space“ – da darf „Dark Star“ nicht fehlen! Definitiv ein Kultfilm – nicht zuletzt durch die legendäre Filmszene, in der eine der intelligenten Atombomben an Bord Eigensinn entwickelt, und in einen philosophischen Diskurs mit der Raumschiff-Crew tritt, die sie vom Detonieren abzuhalten versucht.
Auch diese Crew, deren Geschichte quasi als „WG-Komödie im Weltall“ erzählt wird, besticht durch Eigensinn – aber hauptsächlich von Langeweile und Lethargie geprägt. Hintergrund ist, dass sie seit 20 Jahren in einem immer abgewrackteren Raumschiff unterwegs ist, mit dem Auftrag, instabile Planeten aufzuspüren und dann mittels intelligenter Atombomben zu zerstören.
Zum einen ist da Doolittle, der Kommandant, der alle Mitglieder quält und sich die Zeit mit Träumereien und dem Musizieren auf selbst gebastelten Instrumenten vertreibt. Noch mit dabei Pinback, der sich mit einer an Bord genommenen widerspenstigen extraterrestrischen Lebensform beschäftigt, eine Art hüpfender Wasserball mit Füßen. Dann ist da noch Boiler, der durch die ewige Langeweile aggressiv geworden ist, und Talby, der sich in die Beobachtungskuppel des Raumschiffs zurückgezogen hat und von den legendären Phönix-Asteroiden träumt. Das fünfte Mitglied, Powell, ursprünglicher Kommandant, wurde durch einen Kurzschluss getötet und liegt seitdem eingefroren in einer kryogenischen Kammer – es kann per Funk mit ihm kommuniziert werden.
In dieser Verfassung also dümpelt die „Dark Star“ im Weltraum vor sich hin – bis die besagte Atombombe in einem brenzligen Moment ihre Existenz zu hinterfragen beginnt und bei der Besatzung Panik ausbricht…

John Carpenter drehte mit seinem Debüt eine gezielte und gelungene Parodie auf Stanley Kubricks sechs Jahre zuvor entstandenen SF-Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“. Gegen Kubricks gewaltige Bildästhetik setzte Carpenter Minimalbudget und Improvisationskunst (…) Fazit: Kult! Bitterböse Sci-fi-Parodie vom Feinsten.“ Cinema

Es werde Licht…

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