29. November

USA 1979
Regie: Francis Ford Coppola
153 Min., 35mm, DF
Mit Martin Sheen, Marlon Brando, Robert Duvall, Dennis Hopper, Harrison Ford u.a.

Auf dem Höhepunkt des Vietnam Krieges erhält Captain Willard den waghalsigen Auftrag gemeinsam mit einer Handvoll Soldaten eine Flussreise an die kambodschanische Grenze zu unternehmen um dort den hochdekorierten Colonel Kurtz zu finden. Kurtz hat sich mit seiner ihm bedingungslos ergebenen Einheit tief im Dschungel verschanzt und beachtet keinerlei Befehle der Militäroberen mehr. Er gehorcht nur noch sich selbst und führt sein eigenen Krieg. Captain Willards Mission ist, dem Terror inmitten des Terrors ein Ende zu bereiten.

238 Drehtage, 20 Millionen Dollar Budget, ein Regisseur, dem kein gutes Ende einfallen will, der immer wieder an seinem Werk (ver-)zweifelt. Doch dieses Martyrium aus Blut und Tränen führte Coppola zu sich selbst, zu seinem endgültigen Meisterwerk. Coppola ging es nach eigenen Angaben um die „systematische Aufdeckung einer kulturell tradierten und staatlich funktionalisierten Lüge, die Folter, Verstümmelung und Mord im Namen der Moral oder Vaterlandsliebe nicht nur rechtfertigt, sondern sogar zur ersten Bürgerpflicht ernennt“.

„Apocalypse Now“, dem von der Kritik gleichermaßen Kriegsverherrlichung wie übertriebene bzw. falsch angelegte Kriegskritik vorgeworfen wurden (und für beide Vorwürfe gibt es Gründe), vereinfacht nie. Coppolas Film ist mehr als ein Film über den Vietnamkrieg, als eine höchst eigenwillige Bearbeitung von Joseph Conrads „Heart of Darkness“, als ein schwarzer Bildungsroman über Selbstfindung und Selbstverlust, Einsamkeit, Zivilisation und Barbarei, die Abgründe des Menschen – er ist ein über die Zeitläufe hinweg gültiger Klassiker, eines der großen Werke der Kinogeschichte.

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