27. September

D 1929
Regie: Phil Jutzi
119 Min., 35mm, Stummfilm mit deutschen Titeln
Mit Alexandra Schmitt, Holmes Zimmermann, Ilse Trautschold u.a.
Live-Musik: Matthias Klause-Gauster

Zusammen mir ihren beiden erwachsenen Kindern Paul und Erna lebt Mutter Krause in einer kleinen Wohnung im Berliner Wedding. Um über die Runden zu kommen muss die Familie das einzige freie Zimmer an einen Kleinkriminellen und seine Freundin vermieten. Als Sohn Paul dann auch noch Mutter Krauses Erspartes mit seinen Kumpels versäuft, droht der endgültige soziale Abstieg für die Arbeiterfamilie.

Regisseur Phil Jutzi drehte seinen Film vorwiegend mit Laiendarstellern und Laiendarstellerinnen an original Schauplätzen und nicht, wie damals üblich, im Atelier. Um dem Film auch sprachlich eine authentische Note zu verleihen, sind die Zwischentitel im Berliner Dialekt verfasst.

Das Projekt entstand zu Ehren des kurz zuvor verstorbenen Heinrich Zille. Der hatte sein „Milljöh“ genau beschrieben – es fehlte nur noch der Film. Phil Jutzi drehte ihn, beraten von Käthe Kollwitz, im Stil und der Gesinnung der sowjetrussischen Filme, die die Produktionsfirma Prometheus importierte und verlieh. Statt auf platte Unterhaltung oder kommerziellen Erfolg setzte Jutzi auf die Kraft der Erkenntnis. Ein Klassiker des proletarischen Films.“ Berlinale 2012

Der Film wird am Abend live von Matthias Klause-Gauster vertont. Der studierte Jazzpianist steht als Livemusiker mit verschiedensten Formationen auf der Bühne. Filmfreunde kennen Klause-Gauster vielleicht schon von seinen Auftritten auf dem Murnau Film+Musikfest.