26. Juli

USA 1959
Regie: Billy Wilder
120 Min., 35mm, OF
Mit Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon u.a.

Chicago 1929, zwei abgebrannte Jazzmusiker, Gerald und Joe, beobachten zufällig einen Gangstermord. Um sich vor den Mördern zu verstecken, heuern sie als Daphne und Josephine verkleidet bei einer Damenkapelle an, die im Seminole Ritz Hotel in Florida ein zweiwöchiges Engagement hat. Gerald und Joe verlieben sich prompt in die Sängerin Sugar, aber auch sie selbst verfehlen als Daphne und Josephine nicht ihre Wirkung auf die Männerwelt. Mitten in diese amourösen Verstrickungen hinein tauchen die Gangster, die Gerald und Joe an den Kragen wollen, wieder auf…

Nach „Boulevard der Dämmerung“ und „Das verflixte 7. Jahr“ gelingt Billy Wilder ein weiteres cineastisches Meisterwerk. Dies verdankt er neben seinem insgesamt großartigen Drehbuch und Ensemble der Besetzung der Sugar mit Marilyn Monroe. Seine Hauptdarstellerin raubte ihm einerseits bei den Dreharbeiten den letzten Nerv, liefert ihm aber auch eine der glänzendsten Darbietungen ihrer Karriere. Marilyns Auftritt mit ihrem legendären Wiggle Walk auf dem Bahnsteig rechtfertigt für alle Zeiten ihren Ruf als erotische Göttin der Leinwand, die frivole Idee mit dem Dampfstoß stammte übrigens von ihr selbst und zeigt ihr Geschick für gelungene ironische Selbstinszenierung. Das Gemisch aus ihrem komödiantischen Gespür, das sie zeitlebens aus Sehnsucht ernst genommen zu werden nie wirklich annehmen konnte, und die tief in ihr angelegte Verzweiflung verweben sich zu einer einzigartigen Leinwandpräsenz.

Mit „Some Like it Hot“, in der Bundesrepublik ursprünglich von der FSK ab 18 Jahre (!) freigegeben, ist Billy Wilder ein temporeicher, höchst amüsanter und niveauvoller Film gelungen, bei dem aber auch einfach alles auf den Punkt genau stimmt.

Nobody is perfect. „Some Like it Hot“ ist die Ausnahme.

{rokboxthumb=|images/stories/trailer.png|}http://www.youtube.com/watch?v=2OhdD5n405I{/rokbox}