12. Juli

OT: Kind Hearts and Coronets
GB 1949
Regie: Robert Hamer
101 Min., 35mm, DF
Mit Dennis Price, Alec Guinness, Valerie Hobson u.a.

Louis Mazzini ist der Sohn einer englischen Adligen, die von ihren blaublütigen Verwandten in die Armut verstoßen wurde, weil sie mit einem italienischen Tenor durchbrannte. Als Herzog D’Ascoyne der Mutter selbst nach ihrem tragischen Unfalltod die Bestattung in der Familiengruft verweigert, schwört Louis, sich an seiner versnobten Sippe zu rächen und selbst Herzog zu werden. Bis dahin ist es aber ein beschwerlicher Weg, denn acht erbberechtigte Aristokraten – alle verkörpert von Sir Alec Guinness – stehen zwischen Louis und dem ersehnten Titel. Also muss Louis seinem Glück ein wenig nachhelfen…

Regisseur Robert Hamer entfaltet die Handlung retrospektiv und schafft über die würdevolle Zurückhaltung in den Kommentaren des Möchtegern-Herzogs einen humorvollen Kontrapunkt zu dessen mörderischem Treiben. Für die US-Version musste übrigens ein neues Ende angefügt werden, um die Botschaft „Verbrechen lohnt sich nicht!“ deutlicher zu vermitteln.

„Adel verpflichtet“ zählt zu den absoluten Klassikern unter den schwarzen Komödien. Die pointierten Dialoge und der unterkühlte britische Humor überzeugen von der ersten Szene an. Mit der grandiosen Darstellung der gesamten adligen D’Ascoyne-Familie gelingt Sir Alec Guinness in acht verschiedenen Rollen – einschließlich einer Frau – eine kaum zu überbietende schauspielerische Leistung von umwerfender Komik.

Louis Mazzini: „It is so difficult to make a neat job of killing people with whom one is not on friendly terms.“

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