10. Mai

OT: Living in Oblivion
USA 1995
Regie: Tom DiCillo
90 Min., 35mm, OmU
Mit Steve Buscemi, Catherine Keener, Dermot Mulroney u.a.

Nick Reve (Steve Buscemi) ist ein Independent-Regisseur, der am Set seiner Low-Budget-Seifenoper „Living in Oblivion“ von einem Alptraum in den nächsten stolpert. In die Kette bizarrer Katastrophen reihen sich spontane Spezialeffekte vor und hinter der Kamera, Faustkämpfe anstelle intimer Liebesszenen und Kulissendramen, die das Filmscript bei weitem in den Schatten stellen. Größenwahn, unterdrückte Leidenschaften, verkorkste Liebesnächte, zerbrechende Beziehungen und ansteckende Identitätskrisen beuteln das rührende, aber chronisch überforderte Team. Die Produktion droht im Sturm entfesselter Emotionen und amoklaufender Technik unterzugehen, wäre da nicht die einsame Mutter eines unabhängigen Filmemachers als Deus ex machina im Morgenrock.

Tom DiCillo begnügt sich in „Living in Oblivion“ nicht mit einem schlichten „Making Of“ im Filmformat. Er verwebt die Handlung mit den Träumen der Darsteller_innen und diese wiederum mit der Handlung der zu drehenden Seifenoper.

Ich war schon an vielen Sets und überall herrschte ein verrücktes Chaos außerhalb der fiktiven Welt, die auf Film gebracht werden sollte. Und jedes Mal hatte ich den Eindruck, dass diese verrückten Sachen hinter der Kamera tausendmal interessanter sind.“ DiCillo

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