22. März

OT: The Dead Zone
USA 1983
Regie: David Cronenberg
100 Min., 35mm, DF
Mit Christopher Walken, Brooke Adams, Tom Skeritt, Herbert Lom u.a.

Nichts deutet daraufhin, daß das Leben des Englischlehrers Johnny Smith nicht auch weiter in ruhigen, normalen Bahnen verlaufen soll – bis es zu dem gräßlichen Unfall kommt. Als Johnny nach fünfjährigem Koma wieder erwacht, merkt er, daß er jetzt die übernatürlichen Gaben eines Hellsehers besitzt. Nur ihm ist es zu verdanken, daß ein Kind gerettet und ein Frauenmörder gefaßt wird, aber jede seiner Visionen zehrt an Johnnys Körper und nimmt ihm Jahre seines Lebens. Er wird zum Objekt einer sensationslüsternen Presse und zieht sich angewidert aus der Öffentlichkeit zurück. Doch noch steht ihm seine größte Herausforderung bevor: Johnny lernt Greg Stillson kennen, den Mann, der – wie Johnny in einer Vision erkennt – als nächster Präsident der USA die Welt dem atomaren Inferno ausliefern wird. Johnny sieht für sich nur eine Möglichkeit, dies zu verhindern.

Mit seiner Verfilmung des Stephen-King-Bestsellers – seiner ersten Studioproduktion, die einen wichtigen Karriereschritt bedeutete – reiht sich Cronenberg in die nicht allzu große Riege von Filmemachern ein, denen die Umsetzung eines Romans des Meisters auf die Leinwand ohne Abstriche gelang. „The Dead Zone“ gehört zu einer der besten King-Adaptionen (zusammen mit „Carrie“ und „The Shining“) und das ist ohne Zweifel der inszenatorischen Klasse Cronenbergs zuzuschreiben. Im Zentrum des Films steht ganz eindeutig Christopher Walken als Johnny: Vom für ihn ungewohnten Typ “Schwiegermutters Liebling” der ersten Minuten verwandelt er sich im weiteren Verlauf ganz allmählich in den grüblerischen, charismatischen, geheimnsivollen, körperlich enorm raumgreifenden Charakter, den man von ihm gewohnt ist und es ist eine Freude, ihm dabei zuschauen zu dürfen.

Cronenbergs beste Filme schaffen es immer noch, eine Art Jungianischen Kulturschock auszulösen: Sie erinnern an Bunuel und an Francis Bacon: Geist verbindet sich mit Trauma, Grausamkeit mit Mitleid. Innerhalb eines Genres, dessen Grenzen für die meisten sehr eng abgesteckt sind, schafft Cronenberg ein Universum von absoluter Originalität.“ Martin Scorsese

Der Film als „Bester Horrorfilm“ gewann im Jahr 1984 den SATURN AWARD. Christopher Walken, David Cronenberg und Jeffrey Boam wurden für den gleichen Preis nominiert.

David Cronenberg gewann 1984 den Kritikerpreis des AVORIAZ FANTASTIC FILM FESTIVAL und wurde für den Großen Jurypreis nominiert. Er gewann außerdem 1984 zwei Auszeichnungen des MOSTRA INTERNAZIONLAE DES FILM DE FANTASCIENZA E DEL FANTASTICA DI ROMA.

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