15. Februar

D 1974
Regie: Ulrich Schamoni
94 Min., 35mm
Mit Ulrich Schamoni, Anna Henkel, Rolf Zacher, Karl Dall u.a.

In „Chapeau claque – Die fröhliche Beichte eines Faulenzers“ erzählt Ulrich Schamoni, mit sich selbst in der Hauptrolle, vom Leben eines Pleitiers, der sich mit dem, was er aus dem Konkurs des traditionsreichen Familenunternehmens (Produktion von klappbaren Zylinderhüten) retten konnte, in seine Villa zurückzieht und fortan dem lustvoll-asozialen Müßiggang verfällt. Der Privatier vertrödelt die Zeit mit einer jungen Frau, frönt seiner Sammelleidenschaft (Emailschilder, Reklamebilder, Porzellanhasen aller Provenienz) und schlurft ansonsten – alte Kaufmannsweisheiten zitierend („Wer gute Nächte sucht, verliert gute Tage.„) – in ausgebollerten Bademänteln durch diesen nostalgischer Abgesang auf die wohlstandsbürgerliche Welt.
Nichtstun will gelernt sein!
In Nebenrollen glänzen u.a. die wunderbare Anna Henkel (Frau Grönemeyer sel.), Rolf Zacher, Wolfgang Neuss und Karl Dall als gestreßter Jung-Unternehmer.

Mitte der 60er gehörte Ulrich Schamoni zu den Hoffnungen des so genanten Jungen Deutschen Films. Seine Werke beweisen so undeutsche Talente wie Esprit, Lässigkeit und Eleganz. Wen wundert’s also, daß der Regisseur – nach dem Erfolg seines brillanten Debüts „Es“ – nie so recht einen Fuß in die Tür des deutschen Kinos bekam…

„Ironisch gemeinte Selbstbespiegelung im Rahmen einer kleinen, intelligent gemachten Komödie.“ Lexikon des internationalen Films

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