11. Januar

OT: Palindromes
USA 2004
Regie: Todd Solondz
100 Min., 35mm, DF
Mit Ellen Barkin, Matthew Faber, Jennifer Jason Leigh

Die 13jährige Aviva wünscht sich nichts mehr als schwanger zu werden. Als sie tatsächlich schwanger wird, sind ihre ansonsten liberalen Eltern geschockt und zwingen sie zur Abtreibung. Enttäuscht von ihrer Familie haut Aviva von zuhause ab. Sie wird von der Sunshine Familiy aufgenommen, die Waisen und Ausreißer bei sich aufnimmt. Doch die vermeintlichen Wohltäter entpuppen sich bald als eine fundamental-christliche Sekte, die einen Anschlag auf ausgerechnet den Arzt planen, der für Avivas Abtreibung zuständig war.

Regisseur Todd Solondz schickt seine Heldin auf eine albtraum-märchenhafte Reise durch ein Amerika voll mit verrückten Sekten, pädophilen Priestern und anderen Verrückten. In jeder Episode des schwarzhumorigen Films wird Aviva von einer anderen Schauspielerin verkörpert. Sechs Schauspielerinnen und ein Schauspieler schlüpfen in die Rolle von Aviva.

„Mit Palindrom bezeichnet man Worte oder Sätze, die vom Anfang oder Ende gelesen gleich sind. „Rentner“ ist ein altes Beispiel aus dem „Lagerregal“ der Palindrome….Solondz philosophiert über die freie Wahl im Leben und setzt das Palindrom „Aviva“ als These dafür hin, dass wir immer die gleichen bleiben, egal was wir tun. Von vorne oder hinten: Aviva, das personifizierte Palindrom. Mark Wiener breitet es zum Ende des Film in einem Monolog aus: Es ändert sich nichts, ob du zunimmst oder gar dein Geschlecht veränderst. Das muss man nicht düster wie Mark sehen, es ist auch etwas Befreiendes in dieser Sichtweise.“ (Günter Jekubzik)

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