12. Oktober

OT: Les Parapluies de Cherbourg
Frankreich 1964
Regie: Jacques Demy

89 Min, 35mm, OmU
Mit Catherine Deneuve, Nino Castelnuovo, u.a.
Musik: Michel Legrand

Mit Einführung von Michael Girke.

Guy ist Automechaniker, die 17-jährige Geneviève verkauft im Geschäft ihrer Mutter Regenschirme. Unvermutet klopft die Zeitgeschichte an das Tor der Story: Das junge Liebespaar wird durch die Einberufung Guys in den Algerienkrieg auseinandergerissen. Und die erste und einzige Liebesnacht vor seiner Abreise hat Folgen.

Man stelle sich einmal vor: die Menschen würden ihren Alltag nicht sprechend, sondern singend gestalten. Ein Traum? Wo hartnäckig das Stereotyp, das Klischee und bleierne Normalität geherrscht hatten, würde mit einem Mal der verwirrende Übergang in eine märchenhafte Entgrenzung eröffnet. Ein hypnotischer Trick? Und das Dekor und die Kostüme wären in Farben gehalten, die wahrhaftig alles »in den Schatten« stellten, was der natürlichen Harmonie der Farben gehorcht. Ein Blendwerk der Werbeindustrie? Oder ein Film? (…) Ja, so etwa ließe sich das Universum von Jacques Demy beschreiben.“ Hanns Zischler

lch ziehe es vor, die Realität zu idealisieren – wozu sonst sollte man ins Kino gehen? »Les Parapluies«, das ist ein Film gegen den Krieg, gegen die Abwesenheit, gegen alles, was man verabscheut und was Glück zerstört.“ Jacques Demy

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