14. September

GB 1949
Regie: Carol Reed

108 Min, 35mm, DF
Mit Joseph Cotten, Orson Welles, Trevor Howard, Alida Valli u.a.
Musik: Anton Karas

Ein amerikanischer Autor ist nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Suche nach seinem Freund, der im befreiten und zerstörten Wien bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein soll. Doch die Angaben der Unfallzeugen sind widersprüchlich und auch nicht sonderlich glaubwürdig…

Nicht das Wien eines Johann Strauß, das Fiaker-und-Heurigen-Wien der Operette, das Wien-bleibt-Wien-Klischee, das sich bis in die Gegenwart reproduziert visualisierte Carol Reed in seinem klassischen film noir aus dem Jahre 1949. Es ist das dunkle Wien, das Wien der Schatten, der Korruption, des nachwirkenden Krieges, der Trümmerlandschaften, der feuchten Keller, eine Stadt des Verborgenen, des Skrupellosen, der Schieber und Spekulanten, der um Macht konkurrierenden vier Besatzungsmächte, der Lebemänner, des Schwarzmarktes – ein Ort, an dem sich menschliche „Kanalratten“ die Hände reichen und im nächsten Moment umbringen.“ Ulrich Behrens

Stark beeinflußt durch seinen Star Orson Welles, inszenierte Carol Reed einen subtilen politischen Kriminalthriller, der aufgrund seiner unverwechselbaren Stimmung, sowie der expressiv gefilmten Originalschauplätze und der besonders eingängigen Zithermusik von Anton Karas zu einem Kultfilm mutierte.

Einer der Meilensteine des Film noir.