21. September

D 1974
Regie: Wim Wenders

110 Min, 35mm
Mit Rüdiger Vogler, Yella Rottländer, Lisa Kreuzer, Edda Köchl u.a.

Philip, der Journalist und Alice, das Mädchen, treffen sich auf dem Kennedy-Airport New York. Alices Mutter verbringt eine Nacht mit Philip und verlässt beide. Philip und Alice fliegen nach Europa und begeben sich auf die Suche nach Alices Großmutter, es gibt nichts mehr als ein Foto ihres Hauses. Eine abenteuerlichen Irrfahrt durch das Ruhrgebiet beginnt…

Das Road-Movie erzählt eine Geschichte über Freundschaft inmitten einer Welt gestörter menschlicher Beziehungen: Im Laufe seiner Reise mit einem unvoreingenommenen Kind, das ihm ohne Forderungen Sympathie entgegenbringt, findet ein Journalist, der den Bezug zu sich selbst verloren hat, einen Weg aus seiner Krise. Der Film behandelt ein tiefgründiges Thema mit unerwarteter Leichtigkeit und zeichnet sich durch die gleichnishafte Kraft und die Ausstrahlung seiner schwarz-weissen Bilder aus, die offen für Zufälle und Details sind. Der Verzicht auf Farbe dient als poetisches Stilisierungsmittel, auf das Regisseur Wim Wenders auch in anderen Filmen zurückgegriffen hat, ebenso wie auf die großzügige Darstellung von Landschaften, denen der Filmemacher häufig einen großen Stellenwert einräumt.

Möglicherweise das Beste, was Wenders jemals gedreht hat.