06. Juli

Italien/Frankreich 1960
Regie: Michelangelo Antonioni

121 Min., 35mm, DF
Mit Marcello Mastroianni, Jeanne Moreau, Monica Vitty, Bernhard Wicky u.a.

Nach zehnjähriger Ehe müssen ein erfolgreicher Schriftsteller und seine Frau sich eingestehen, dass sie sich nicht mehr lieben. Ein Besuch am Sterbebett eines alten Freundes enthüllt die Brüchigkeit ihrer Beziehung. Antonionis Welt ist die Großstadtarchitektur der 60er Jahre, die die Menschen gefangenhält und ein Spiegel ihres entleerten Inneren ist.

Rudolf Thome schreibt in „Antonioni: Die Kunst der Veränderung“: “Das ist mir noch nie passiert. Beim ersten Wiedersehen von „La Notte“, über dreißig Jahre nach seiner Entstehung, merke ich, jede Szene, oft sogar die einzelnen Kameraeinstellungen, in diesem Film sind mir noch immer vertraut. Sie haben sich in mein Bewußsein eingeprägt wie die Bilder von Märchen aus meiner Kindheit. „La Notte“ war das moderne Kino par excellence. Der Verzicht auf die klassische Dramaturgie des Erzählens, der Verzicht auf jede Form von Psychologie, der Verzicht auf jede Erklärung der gezeigten Ereignisse. „ La Notte“ war so neu, so rätselhaft, so fremd wie ein neugeborenes Kind. Das ist jetzt nicht mehr so. Die Zeit und das Kino sind in eine andere Richtung gegangen. Vielleicht sogar einen Schritt zurück”.

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