11. Mai

BRD 2011
Regie: Francesca Araiza Andrade, Julia Ostertag
94 Min., DVD, OmU

Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm „Noise and Resistance“. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich : Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.

Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer_innen aus Barcelona, Antifaschisten und Antifaschistinnen in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer_innen, die Aktivisten und Aktivistinnen des englischen CRASS – Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner_innen aus Berlin oder Punkgirl-Bands in Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung „Do it yourself!“ zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist.

„Noise and Resistance“ ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht – und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat.

Im Film treten folgende Bands auf: Active Distribution, Antimaster, CRASS, Disfear, Fall of Efrafa, Rubella Ballet, Seein Red, Sookee, Vicious Irene, u.a.

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