25. Mai

Ascenseur pour l’échafaud
F 1958
Regie: Louis Malle
87 Min., 16mm, DF
Mit Jeanne Moreau, Maurice Ronet, Georges Poujouly u.a.
Musik: Miles Davis

Eigentlich ist der Plan perfekt: Julien Tavernier erschießt seinen Chef, den Ehemann seiner Geliebten Florence, nach Dienstschluss in dessen Büro und lässt die Tat wie einen Selbstmord aussehen. Doch kaum auf der Straße fällt ihm auf, dass er ein verräterisches Indiz hinterlassen hat…

Mit seinem Regiedebüt „Fahrstuhl zum Schafott“ gelang dem seinerzeit erst 24 Jahre alten Louis Malle gleich zu Beginn seiner Karriere ein Meisterwerk der französischen Nouvelle Vague. Der Thriller verbindet Elemente des „film noir“ und des amerikanischen Gangsterfilms zu einer düster-poetischen Studie über Schuld und Sühne, Liebe und Misstrauen, Zufall und Schicksal. „Fahrstuhl zum Schafott“ zeichnet sich nicht nur durch atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Bilder, sondern auch durch das einprägsame Spiel seiner Darsteller und die improvisierte Jazzmusik von Miles Davis aus, die den Szenen ihren besonderen Charakter verleiht. Der Film bringt die Sehnsucht nach einem erhofften, aber nicht erreichten Lebensgefühl zum Ausdruck, das sich in den Worten wiederfindet, die die junge Moreau in der Rolle der Florence ihrem Liebhaber zuflüstert: „…Wir werden frei sein, es muss sein.“