6. April

USA 1968
Regie: Roman Polanski
132 Min., 35mm, DF
Mit Mia Farrow, Ruth Gordon, John Cassavetes, Sidney Blackmer, Ralph Bellamy, u.a.

Rosemary und Guy Woodhouse (Mia Farrow, John Cassavetes) ziehen in ein nicht gerade gut beleumundetes Appartmenthaus in New York. Ihre Nachbarn, die recht alten Castavets, erweisen sich als nette Leute, mit denen Guy viel Zeit verbringt. Doch dann fallen Schatten über Rosemarys Ehe: eine Frau, die sie getroffen hat, stirbt einen mysteriösen Tod, sie träumt schlecht und hört seltsame Gesänge. Bald darauf ist Rosemary schwanger und plötzlich ist jeder darauf erpicht, ihr zu helfen. Ihre Besorgnis wird immer größer, während der Rest der Welt sie für paranoid hält. Doch allmählich kommt sie zu der Überzeugung, daß man mit dem Baby etwas Schlimmes vorhat.

Drehbuch und Regie stammen aus der Feder von Roman Polanski, basierend auf der Buchvorlage von Ira Levin. Ähnlich wie Stanley Kubricks THE SHINING zählt ROSEMARY‘S BABY zu den intelligenten Horrorfilmen, die in erster Linie im Kopf des Zuschauers geschehen und nicht auf blutige Schockeffekte angewiesen sind. In einer Zeit, in der man durch gereifte Spezialeffekte oder digitale Tricks fast alles zeigen kann, was man zeigen möchte, und dies auch eifrig gemacht wird, um das abgestumpfte Publikum von Neuem schockieren und unterhalten zu können, kann man die Frage aufwerfen, ob nicht eher die Überlegung, was man alles nicht zeigen sollte, wieder in den Vordergrund gedrängt werden sollte. Und so ist es ein Genuss, Polanskis Werk anzusehen, die einerseits von der inszenatorischen Intelligenz ihrer Macher zeugen, zum anderen aber auch als Film funktionieren und beim Zuschauer, der bereit ist, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, einen Schauer über den Rücken laufen lasen können.

Gedreht wurde im „Dakota Building“, vor dem 1980 John Lennon ermordet wurde.

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